Auch Youtube wird in Zukunft bei der Ermittlung der Single-Charts eine Rolle spielen. Die GfK hat entschieden, dass werbefinanzierte Audio- und Videostreams berücksichtig werden.

Baden-Baden - Bei der Ermittlung der deutschen Single-Charts werden künftig auch werbefinanzierte Audio- und Videostreams berücksichtigt. Auch Youtube wird in Zukunft bei der Ermittlung erstmals eine Rolle spielen: Hier fließen künftig die Daten aus Free- und Premiumstreams in die Charts ein, teilte GfK Entertainment am Dienstag mit.

Die ersten Charts nach den neuen Regularien erscheinen demnach bereits am Freitag. Sie werden den Verkaufszeitraum 30. Dezember 2021 bis 6. Januar 2022 abdecken. Bisher waren nach Angaben von GfK nur physische Verkäufe, Downloads, Radio-Plays und Premium-Musik-Streams für die Ermittlung der erfolgreichsten Songs in Deutschland relevant.

Dass nun auch werbefinanzierte und für die Nutzer kostenlos zugängliche Angebote in die Charts einfließen, ist für den Vorstandsvorsitzenden des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), Florian Drücke, ein logischer Schritt: „Musik wird über alle verfügbaren Medien und auf allen Kanälen gehört, dabei spielen auch werbefinanzierte und damit für die Fans kostenlose Angebote eine Rolle.“ Die deutschen Charts werden von GfK im Auftrag des BVMI ermittelt.

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