Slopestyle-Premiere in Sotschi Spektakuläre Show zum Auftakt

Bei der Slopestyle-Premiere in Sotschi ging es wortwörtlich hoch hinaus. Foto: Die neuseeländische Snowboarderin Shelly Gotlieb Foto: Getty Images Europe 23 Bilder
Bei der Slopestyle-Premiere in Sotschi ging es wortwörtlich hoch hinaus. Foto: Die neuseeländische Snowboarderin Shelly Gotlieb

Darauf lässt sich aufbauen: Die Slopestyler hatten in den Bergen von Krasnaja Poljana gleich am ersten Wettkampftag viel Spaß. Mit riesigen Sprüngen bot die Weltelite auch ohne Superstar Shaun White eine spektakuläre Show.

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Darauf lässt sich aufbauen: Die Slopestyler hatten in den Bergen von Krasnaja Poljana gleich am ersten Wettkampftag viel Spaß. Mit riesigen Sprüngen bot die Weltelite auch ohne Superstar Shaun White eine spektakuläre Show.

Krasnaja Poljana - Snowboard-Superstar Shaun White wurde bei der olympischen Slopestyle-Premiere kaum vermisst. Einen Tag nach dem überraschenden Rückzug des Amerikaners lieferten andere Szene-Größen den Zuschauern eine spektakuläre Show. „Es ist großartig. Ich war früh hier und habe schon den Jungs zugeschaut. Die Leute haben getanzt, ich habe getanzt - großartig“, berichtete Australiens Halfpipe-Olympiasiegerin Torah Bright nach ihrer Qualifikation für das Finale am Sonntag. „Die Russen scheinen sich sehr zu freuen und sind voller Energie. Das macht es einfach für uns.“

Die Zuschauer erlebten auf den am Donnerstagmittag zu etwa zwei Dritteln gefüllten Tribünen ein rundum gelungenes Olympia-Debüt des Trendsports. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt trugen sie auch selbst dazu bei. Bunte Fahnen aus den USA, Irland, Japan oder Russland, dazu Applaus für jeden gelungenen Trick auf den gigantischen Kickern: Das Publikum war offen, interessiert und hatte Lust auf die junge Sportart mit den coolen Jungs und Mädels in weiten Klamotten.

Billy Morgan durfte als erster ran

Die Athleten dankten es mit Saltos, Schrauben und strahlenden Gesichtern im Ziel. „Wir haben sonst nie eine Stadionatmosphäre im Ziel“, meinte die Kanadierin Spencer O'Brian. „Als ich am Start stand, hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, wirklich bei Olympia zu sein.“ Bright begeisterte die Zuschauer nach ihrem starken ersten Lauf sogar mit einem kleinen Tänzchen - und lobte am Ende auch den zuletzt so kritisierten Kurs. „Wir sind die Besten der Welt und wollen hier eine großartige Show abliefern. Das war am Anfang nicht möglich, weil sich viele nicht wohlgefühlt haben. Aber weil alle so offen waren und es Veränderungen gab, können wir jetzt richtig reinhauen“, sagte sie.

Aus der Großbaustelle hinter den Tribünen wurde rechtzeitig bis zum ersten offiziellen Wettkampf der Winterspiele in Sotschi eine fast fertige Anlage. Die Bagger waren weg, über dem zuvor schlammigen Boden lag Schotter - die Fans waren entzückt. Zahlreiche Trainer und Olympioniken genossen die riesigen Sprünge, auch einige Spielerinnen des deutschen Eishockey-Teams saßen im Publikum. Dabei sah es zu Beginn der Qualifikation noch so aus, als seien mehr Journalisten als Zuschauer im Rosa Chutor Extreme Park. Dieser Eindruck wurde aber schnell widerlegt.

„Das ist nur die Qualifikation und die Tribünen sind halb voll“, sagte Billy Morgan, dem es vergönnt war, als erster Snowboarder der Geschichte in einen olympischen Slopestyle-Wettkampf zu starten. „Dabei haben die Spiele doch noch nicht mal angefangen.“

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