Slow Mobil in Degerloch Nächster Halt: gesundes Essen

Sieben schmale Sechstklässer, eine Köchin und eine Assistentin gehen gut rein ins Slow Mobil – die Wohlgerüche vom Kochen  strömen raus. Foto: Eveline Blohmer
Sieben schmale Sechstklässer, eine Köchin und eine Assistentin gehen gut rein ins Slow Mobil – die Wohlgerüche vom Kochen strömen raus. Foto: Eveline Blohmer

Das Slow Mobil ist eine Küche auf Rädern, die aber auch Inhalte transportiert: Kinder sollen Spaß an gesunder Ernährung und am Kochen bekommen. Eine Kinderjury hatte das Projekt 2013 gewählt. Jetzt hat ein Teil der Jury das Mobil getestet.

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Degerloch - Wenn meine Mutter das sehen könnte“, sagt Luca. Auf seinem Teller vereinen sich Salat, Gemüse der Saison und Couscous zu einem Mittagessen, das ob seiner Gesundheit wohl tatsächlich auf elterliche Zustimmung stoßen dürfte. Außerdem haben es die sieben Sechstklässler der International School of Stuttgart (ISS) selbst im Slow Mobil, einer Küche auf Rädern, zubereitet.

Hinzu kommt: Luca, Paddy, Max, Yannick und die drei Mayas aus der sechsten Klasse haben sich ganz bewusst für das gesunde Mahl entschieden – nicht nur an diesem Vormittag. Sie waren im Herbst 2013 Mitglieder der 150-köpfigen Kindertaler-Jury der Bürgerstiftung Stuttgart, die das Konzept des Slow Mobils so überzeugt hatte, dass sie es zum Sieger kürten. Damit sorgten die Kinder dafür, dass das Projekt verwirklicht werden konnte.

Kein Fleisch im Mobil

Seit April steuert der Transporter, dessen Träger der gemeinnützige Verein Junior Slow Stuttgart und die Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft sind, Schulen an mit dem Ziel, Kindern gesunde Ernährung und Kochen näherzubringen. „Es soll aber auch der Spaß am Essen vermittelt werden“, erklärt Michaela Grub von der Bürgerstiftung Stuttgart. Aus hygienischen Gründen werden nur vegetarische Gerichte gekocht.

Nachdem sich die jungen Jurymitglieder mehrheitlich für das Projekt der selbst ernannten „Essperten“ ausgesprochen hatten, begann die Suche nach Sponsoren. Sie war offensichtlich erfolgreich: Der Transporter ist ausgestattet mit allem, was zum Kochen gebraucht wird, vom Herd bis zur Spülmaschine. Zubereitet und gegessen wird an einem langen Holztisch.

„Voll cool“

Margit Bauer und ihrer Assistentin Margarita Trishina leiten die ISS-Schüler dabei an diesem Tag an. „Es erfordert schon eine gewisse Disziplin, auf so engem Raum zusammen zu kochen“, sagt Bauer. Mit den ISS-Schülern ist sie sehr zufrieden – und diese sind es mit dem Kochbus, dem sie ins Leben geholfen haben.

„Ich hatte einfach gedacht, es wäre voll cool, wenn ein Bus käme und wir darin den ganzen Tag kochen könnten“, begründet Maya A. ihr Votum für das Slow Mobil. Maya B. sieht in dem Projekt auch ganz praktische Vorteile: „Wenn die Eltern nach Hause kommen, sagen sie oft: ,Ohh, jetzt noch kochen.‘ Jetzt kann ich auch mal für sie kochen.“ Wenn das ihre Eltern lesen ...

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