Slowenischer Nationalfeiertag Juwel auf der Sonnenseite der Alpen
32 Jahre Republik Slowenien: Der Stuttgarter Honorarkonsul Matthias Karl lädt zum Empfang. Die wirtschaftlichen Verknüpfungen mit dem Südwesten sind mannigfaltig.
32 Jahre Republik Slowenien: Der Stuttgarter Honorarkonsul Matthias Karl lädt zum Empfang. Die wirtschaftlichen Verknüpfungen mit dem Südwesten sind mannigfaltig.
Man möchte sofort aufbrechen und hinfahren: Zum „Juwel auf der Sonnenseite der Alpen“, dessen Schönheit und Vorzüge beim Empfang zum Nationalfeiertag der Republik Slowenien auf Einladung des Stuttgarter Honorarkonsuls Matthias Karl mit Ehefrau Anna-Maria so überzeugend präsentiert wurden. Am 25. Juni 1991 wurde Slowenien unabhängig. Seither, so Karl, habe sich das Land in den zurückliegenden 32 Jahren zu einem anerkannten Mitglied in der europäischen Völkerfamilie und einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Jüngster Beweis der internationalen Anerkennung sei die Wahl Sloweniens als nichtständiges Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.
Zu der Feierstunde in den Räumen der Sozietät Gleiss Lutz, wo Rechtsanwalt Matthias Karl seit fünf Jahren für die etwa 7000 Slowenen im Land regelmäßig Konsulatstage anbietet, ist aus München auch Generalkonsulin Maša Šiftar gekommen. Sie hob hervor, dass Slowenien und Baden-Württemberg mit 3,3 Milliarden Euro das größte gemeinsame Handelsvolumen von allen Bundesländern haben, die Beziehungen aber sehr viel weiter zurückreichen. Denn das erste slowenische Buch hat der Autor und Reformator Primus Trubar im Jahr 1550 in Tübingen herausgegeben, wo heute noch an der Eberhard-Karls-Universität die Lektorin Irma Kern die slowenische Sprache lehrt und Wissen über slowenische Literatur, Kultur und Gesellschaft vermittelt.
Dass Slowenien in diesem Jahr Gastland auf der Frankfurter Buchmesse ist, erfülle das Land mit zwei Millionen Einwohnern mit besonderer Freude: „Wir sind stolz auf unsere Sprache und Literatur“, so die Generalkonsulin. Beifall erhielt sie für ihre Zusicherung, dass die Republik weiterhin für europäische Werte, auch in der Unterstützung der Ukraine, eintrete.
Mit fünf Standorten in Slowenien ist der Stuttgarter Mahle Konzern, international führender Entwicklungspartner und Zulieferer der Automobilindustrie, der größte Wirtschaftspartner für das Land zwischen Alpen und Mittelmeer. „Wir gestalten die Zukunft der Automobilindustrie und E-Mobilität mit und bedienen die ganze Welt aus Slowenien“, schilderte Martin Wellhöffer, Generalmanager von Mahle GmbH, das Potential des Top Players.
Als Beispiel für die lebendige Start-up-Szene gilt das Kompetenzzentrum für Polymere und Faserverbunde Patrick Kaiser M.Sc., das sich gerade auf dem Urban Future Congress in Stuttgart präsentiert. Mit der Produktion des Stabsaugers Hyla in Slowenien sei Wilfried Metzger schon vor 30 Jahren ein Start-up-Pionier gewesen, rühmte Karl den Firmenchef.
Die 15 Golfplätze, die Alexander Kravanja vorstellte, sind ebenso ein touristischer Pluspunkt wie die zwölf Heil- und Thermalbäder mit Schlamm und Salinen für Gesundheit und Wellness. „46,5 Kilometer Küste am Mittelmeer ermöglichen uns auch die Thalasso-Therapie“, versicherte Iztok Altbaur, der Direktor des slowenischen Heilbäderverbandes. Urlauber aus Baden-Württemberg schätzen die Vorzüge dieser Destination mit Wäldern, Seen, Bergen und Meer offenbar besonders: „Die meisten Touristen kommen aus Süddeutschland“, so die Generalkonsulin.