Es gilt zusammen mit dem Stadtfest als einer der Höhepunkte im Veranstaltungskalender der Stadt Böblingen: das fünftägige Festival „Schlemmen am See.“ In knapp vier Monaten, vom 17. Juli bis zum 21. Juli, ist es wieder soweit. Dann geht die 33. Auflage von „Schlemmen am See“ über die Bühne – mit einer Finanzspritze der Stadt von 20 000 Euro und einer organisatorischen Neuerung im Hintergrund.
Der Aufwand wird immer größer
Denn für diesen Sommer haben die Verantwortlichen erstmals die CCBS, die Congress Center Böblingen/Sindelfingen GmbH, beauftragt, das Event zu managen, wie Nunzio Chiumenti berichtet. Zusammen mit Tim Hornung, Restaurant Krone in Steinenbronn, und Timo Böckle, Restaurant Reussenstein in Böblingen, ist er für „Schlemmen am See“ verantwortlich. Die CCBS soll sich künftig bei Schlemmen am See um das technische „Drumherum“ kümmern, um die Stromversorgung, die Standorte der Toilettenwagen, das Abwasser oder die Bestuhlung. Am Charakter der Veranstaltung ändere sich durch das neue Arrangement nichts, betont Chiumenti. ,„Wir bleiben Konzeptverantwortliche, und das wirtschaftliche Risiko liegt weiterhin bei uns.“
Freude über finanzielle Unterstützung ist groß
Aber der Aufwand, ein solches Event, das vergangenes Jahr rund 60 000 Menschen angelockt hat, zu organisieren, sei immer größer geworden. Als Beispiele führt er Maßnahmen für Terrorschutz und die Absicherung vor Unwetter an. Um alles gut zu managen sei ein Unternehmen wie die CCBS gefragt, das auf Veranstaltungsmanagement spezialisiert ist. Von der Beauftragung der CCBS versprechen sich Chiumenti und seine Mitstreiter eine deutliche Erleichterung.
Die aber Geld kostet. „Wir konnten das Event bisher immer selbst stemmen, aber jetzt benötigen wir einen Zuschuss.“ Aus diesem Grund hätten sie die Stadt um finanzielle Unterstützung gebeten, sagt Chiumenti. „Wir bereichern uns nicht daran, sondern möchten, dass die Veranstaltung dauerhaft Bestand hat und sich nicht von Kostenschwankungen abhängig macht.“
Die Gemeinderäte haben in der jüngsten Sitzung grünes Licht gegeben und eine Förderung für die Jahre 2024 bis 2028 beschlossen. Damit bekommt „Schlemmen am See“ dieses Jahr einen Zuschuss von 20 000 Euro. In den folgenden Jahren bis 2028 wird dieser Betrag pro Jahr um fünf Prozent angehoben, um Kostensteigerungen abzudecken. „Wir freuen uns absolut“, kommentiert Chiumenti die Entscheidung. „Sie zeigt, wie wichtig das Event für die Stadt geworden ist.“