Sportarten unkompliziert ausprobieren Welche Sportart passt am besten zu mir?

Leichtathletik gehört auch zu den Angeboten zum Ausprobieren. Foto:  
Leichtathletik gehört auch zu den Angeboten zum Ausprobieren. Foto:  

Volleyball, Yoga oder Hockey? Mit dem Sportpoolausweis können Stuttgarter die verschiedenen Angebote einfach ausprobieren – bisher aber nur in einem Bezirk.

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Stuttgart - Volleyball, Tischtennis oder doch lieber eine Kampfsportart? Für Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene ist es oft nicht einfach, sich für eine Sportart zu entscheiden. Für den Idealsport gibt es die einfache Regel: Nur wenn es Spaß macht, bleibt man auch dabei. Um festzustellen, welcher Sporttyp man ist, kann man jetzt das neue Angebot vom Sportkreis Stuttgart ausprobieren. Der geht ganz neue Wege in Sachen Mitgliederentwicklung und hat das Projekt „Sportpool – ein kooperatives Mitgliedschaftsmodell für Vereine“ gestartet.

Als Pilot wurde Bad Cannstatt ausgewählt, ein Stadtbezirk mit rund 26 000 Mitgliedern, die in 39 Vereinen organisiert sind. Für einen festen Monatsbeitrag hat man die Möglichkeit, Sportangebote von Vereinen in Bad Cannstatt auszuprobieren. Nach und nach soll der Sportpool auch auf andere Stadtteile ausgeweitet werden.

Auf der kürzlich frei geschalteten Homepage www.sportpool-stuttgart.de finden sich 74 Angebote. Interessierte bekommen einen Sportpoolausweis, werden zeitlich befristet Mitglied in diesem Verbund und können die verschiedenen Angebote ausprobieren. Dafür zahlen sie eine monatliche Gebühr, die Mitgliedschaft ist monatlich kündbar. „Wir wollen fit sein für die Zukunft und haben natürlich auch die Jugendlichen im Blick“, sagt Sportkreis-Geschäftsführer Dominik Hermet.

Umfrage des Sportinstituts der Uni Stuttgart

Der Sportpool ist Teil des mit 40 000 Euro finanzierten Projekts „Sport bewegt Vielfalt“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der Stiftung Lebendige Städte. Um vor allem auf die junge Zielgruppe zugehen zu können, wird das Projektgeld auch in eine Schulung der Sportkreis-Mitarbeiter mit einer Expertin für Soziale Medien investiert. Und um noch besser auf die Bedürfnisse der jungen Klientel eingehen zu können wurde mit dem Sportinstitut der Uni Stuttgart ein Fragebogen entwickelt und an Schulen verteilt. Derzeit wird die Umfrage ausgewertet. „Wir hatten einen sehr großen Rücklauf und sind gespannt darauf, was junge Leute von einem Verein erwarten“, sagt Hermet. Auch in einen Fahrradkurs für Frauen mit Migrationshintergrund sind Gelder geflossen.

„Wir haben ein stabiles Netzwerk geschaffen, in dem die Sportverwaltung und der Sportkreis mit Schulen, Kitas, Universitäten, der Caritas und weiteren Institutionen zusammenarbeiten“, sagt der Sportkreis-Geschäftsführer. Die Nachhaltigkeit des Projekts liegt vor allem in der Vernetzung. Sport soll ein fester Bestandteil der Stadtentwicklung werden.

Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher

Das Amt für Sport und Bewegung (AfSB) hat ebenfalls einiges angestoßen – in Cannstatt vor allem für benachteiligte Zielgruppen. Dabei wurden auch neue Kommunikationsformen ausprobiert. „Statt nur Flyer in Kitas zu verteilen, haben wir Eltern direkt angesprochen, um einen persönlichen Kontakt herzustellen“, sagt Sophia Zimpfer vom AfSB. Parallel dazu gab es für Erzieherinnen und Erzieher Fortbildungen, wie sie ihren Schützlingen mehr Spaß an der Bewegung vermitteln können. Daraus entstanden ist ein Tanzprojekt in einer Kita. In der Neckarvorstadt wurden in Zusammenarbeit mit dem TB Cannstatt neue Sport- und Bewegungsangebote geschaffen: An mehreren Sonntagen konnten sie sich von Februar bis April im „Winterspielplatz“ austoben. Aber auch ältere Mitbürger profitieren – so wurde der Bewegungsgarten „Marabu“ in Neugereut mit neuen Geräten ausgestattet. Einmal pro Woche bietet der TSV Steinhaldenfeld ein kostenloses und unverbindliches Gerätetraining an.




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