Sportverein in Heumaden Streit beim TSV Heumaden eskaliert

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Die Abteilung Leichtathletik will in der kommenden Woche entscheiden, ob sie den TSV Heumaden verlässt. Vorausgegangen war ein Streit um die Kündigung der Trainerin Manuela Crivellin. Einige im Verein halten ihr die Treue und rebellieren nun gegen den Vorstand.

Ein Bild aus besseren Zeiten:  Die Laufgruppe des TSV Heumaden mit Tobias König, Ulrich Storost,Manuela Crivellin und Carolin Stegner (von links). Foto: Archiv Dural
Ein Bild aus besseren Zeiten: Die Laufgruppe des TSV Heumaden mit Tobias König, Ulrich Storost,Manuela Crivellin und Carolin Stegner (von links). Foto: Archiv Dural

Heumaden - Am nächsten Dienstag könnte der TSV Heumaden einige Mitglieder verlieren. Die Abteilung Leichtathletik will sich an diesem Tag treffen, um darüber zu entscheiden, ob sie geschlossen aus dem Verein austritt. Einige Mitglieder des Vereins haben diesen Beschluss schon gefasst. Die Leiterin der Abteilung, Manuela Crivellin, hat ihre Mitgliedschaft im TSV bereits beendet.

Ihre Kündigung als Trainerin Anfang Juli ist der Grund dafür, dass nun auch einige andere Mitglieder des Vereins ihren Austritt androhen. Anlass der Kündigung sei die Tatsache gewesen, dass Crivellin – ohne den Vorstand zu informieren – vor Kursteilnehmern verkündet hat, dass sie den Stepp-Kurs aufgrund beruflicher Belastungen nicht mehr leiten möchte, heißt es von Seiten des Vorstands.

Abteilung steht hinter Trainerin

Die Mitglieder haben sich daraufhin mit einer Unterschriftenliste an den Vorstand gewandt, mit der Bitte, für das Bestehen des Kurses zu sorgen, erklärt der Vorsitzende des Vereins, Matthias Schneider, weiter. In einer internen E-Mail an die Vereinsmitglieder hätte Crivellin dann das Verhalten der Kursteilnehmer gerügt und angekündigt, dass sie sich von nun an um nichts mehr kümmern werde, was den Verein betrifft. Die Bitte um ein klärendes Gespräch soll sie schließlich zurückgewiesen haben, da ihr der Ton des Vorstands in seinem Kündigungsschreibens missfallen habe, sagt Matthias Schneider. Nun stellen sich viele Mitglieder der Abteilung Leichtathletik hinter die Trainerin. Sie verweisen darauf, dass diese sich 20 Jahre lang im Verein engagiert habe. Außerdem werfen sie dem Vorstand vor, er habe den Konflikt eher eskalieren lassen, statt ihn zu beruhigen. Einige Teilnehmer des Stepp-Kurses bereuen inzwischen die Unterschriftenliste. „An dieser Stelle möchte ich klarstellen, dass mit der Unterschriftenliste nur eine Weiterführung des Stepp-Kurses gewünscht war“, heißt es in einer Mail, die der Redaktion vorliegt. Die Aktion sei nicht gegen Manuela Crivellin gerichtet gewesen, heißt es weiter.

Der Vorstandsbeirat und Medienbeauftragte des Vereins, Ulrich Storost, denkt gleichfalls darüber nach, den Verein zu verlassen, sollte der Vorstand nicht zurücktreten. Er gibt an, nach einem Vermittlungsversuch von einem Vorstandsmitglied vor Zeugen tätlich attackiert und verbal beleidigt worden zu sein. Eine Anzeige gegen die betreffende Person hat er gleichwohl nicht erstattet. Manuela Crivellin erklärt, dass die Tätlichkeit gegen Ulrich Storost der Grund sei, warum sie dem Vorstand ein Gespräch verweigert.

Vorstand will Auftritte verhindern

Der Vorsitzende des Vereins, Matthias Schneider, erklärt, dass der Vorstand schon länger unzufrieden gewesen sei mit Manuela Crivellin. Die jüngsten Handlungen bezeichnet er als Spitze des Eisbergs. Der Vorstand sei nun bemüht, das Gespräch mit den Mitgliedern zu suchen, um Austritte zu verhindern. „Wir werden uns aber gegen Verleumdungen mit allen Mitteln wehren“, sagt er. Für ihn ist die Unterstützung vieler im Verein für Manuela Crivellin kein Grund, Entscheidungen zu revidieren. „Nur weil jemand viele Freunde hat, kann das nicht heißen, dass eine Person alles machen kann“, sagt er.




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