St. Peter in Bad Cannstatt Neues Haus für den Patron der Kirche

Von Rolf Wenzel 

Bischof Gebhard Fürst führte die Weihe in der katholischen Kirche St. Peter durch.

Bischof Gebhard Fürst (links) und Pfarrer Martin KneerEin Leckerbissen für Architekten: Vor allem bei Sonnenschein kommen die Fenster in der Kirche St. Peter voll zur Geltung. Foto: Stadtdekanat (z)
Bischof Gebhard Fürst (links) und Pfarrer Martin KneerEin Leckerbissen für Architekten: Vor allem bei Sonnenschein kommen die Fenster in der Kirche St. Peter voll zur Geltung. Foto: Stadtdekanat (z)

Bad Cannstatt - Einen ganz besonderen 2. Advent durfte dieses Jahr die katholische Kirchengemeinde St. Peter in Bad Cannstatt feiern. In einem Festgottesdienst weihte der Bischof der Diözese Stuttgart-Rottenburg Gebhard Fürst das neue Gotteshaus St. Peter, das an der gleichen Stelle erbaut worden ist, wie sein Vorgängerbau auf dem Memberg. Mit seinem Bischofsstab stieß der Bischof um 10 Uhr die Tür auf zu ´St. Peter neu´. „Macht hoch die Tür“ sang die Schola Gregoriana auf der Empore unter Leitung von Ulrich Hafner während des Einzugs der Geistlichen, Ministranten und der Gemeinde in den Saal, der fortan Raum der Besinnung und Freude sein würde, der Begegnung mit Gott, den Mitmenschen – und sich selbst. Ein Bau aus lebendigem Stein soll er bleiben für jeden, der hereinfindet. In diesem Sinne erneuerten alle Gäste das Taufbekenntnis und eröffneten damit das rituelle Zeremoniell zur Weihe der Kirche durch den Bischof und seine 7 Nebenzelebranten.

Mehr als solides Material

Der Taufbrunnen wurde besprengt, die Apostelkreuze gesalbt und der Ambo gesegnet. Die Lesung aus Matthäus 16, 13 – 19 bereitete die Predigt des Bischofs vor, die dem Simon Petrus gewidmet war, der erkannte: „Du bist Christus!“ – und der deshalb zum Fels wurde, auf den dieser seine Kirche baute – auch die auf dem Memberg, deren Patron er bleibt. So weihte der Bischof dieses Haus, das „mehr ist als solides, gutes, wertvolles Material, sondern getragen wird vom lebendigen Sinn für die Hausgenossen Gottes“. Zur Eröffnung des „Jahrs der Jugend“ freute sich der Bischof, dass hier auch Kinder „Räume haben“ werden und dass ein Wohnheim der Stiftung Liebenau willkommener Teil der Gemeinde sein darf, denn die diakonische Kirche gründet auf dem Glauben, dass Menschen einander brauchen und die Kraft dafür von Gott bekommen. Mit der Weihe des Altars erreichte die Feier ihren Höhepunkt und zum ersten Mal stieg Weihrauch auf in der neuen Kirche St. Peter, an deren Errichtung sich kirchliche und weltliche Planer und Werkleute wacker verdient gemacht haben. Sie ist ein Pionierprojekt geworden, mit dem kirchliches Leben weiter entwickelt werden kann, bei dem alles beisammen ist und alle Menschen einander begegnen können.

Lichtertanz zum Ende

Das harmonische Miteinander als Zukunftsrezept betonten gleichermaßen Christian Hermes für das Stadtdekanat und Pfarrer Olaf Creß für die benachbarte Wicherngemeinde sowie der Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler, bevor neun Kinder aus dem Kindergarten St. Peter mit ihrem Lichtertanz die Feier beendeten. Im Anschluss lud Manfred Wörle, der 2. Vorsitzende des Kirchengemeinderats, die Gäste ein, sich in der neuen Kirche umzuschauen und einzugewöhnen, damit dieser Ort ein lebendiger Mittelpunkt des Membergs und der neuen Kirchengesamtgemeinde Stuttgart-Neckar wird und bleibt.

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