Stadtentwicklung in Stuttgart Baustart auf dem Olgäle-Areal

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Auf dem Gelände des ehemaligen Kinderkrankenhauses Olgahospital in Stuttgart-West beginnen am Freitag die Bauarbeiten für ein neues Wohnquartier. 220 Wohnungen sind zwischen Hasenberg-, Breitscheid-, Senefelder- und Bismarckstraße geplant. Und: sie sollen günstig vermietet oder verkauft werden.

Das Olgäle kurz vor dem Abriss. Hier entsteht eine neues Wohngebiet. Foto: Kathrin Wesely
Das Olgäle kurz vor dem Abriss. Hier entsteht eine neues Wohngebiet. Foto: Kathrin Wesely

Stuttgart - Das Gebäude des früheren Kinderkrankenhauses Olgäle im Stuttgarter Westen wird abgerissen. Die Arbeiten beginnen am Freitag mit einem symbolischen Baggerbiss. An dieser Stelle wird ein neues Wohnquartier entstehen. Die geplante Bebauung des Geländes gilt als Prototype moderner Stadtentwicklung - besonders im Sinne des Stuttgarter Rathauses.

220 Wohnungen sind zwischen Hasenberg-, Breitscheid-, Senefelder- und Bismarckstraße geplant. Die Pläne zeigen, dass es sich für Stuttgart um ein neuartiges Projekt handelt: 50 Prozent aller Wohnungen auf dem städtischen Grundstück sollen öffentlich gefördert und somit günstig vermietet oder verkauft werden.

Das Kinderkrankenhaus ist umgezogen

Zudem ist knapp die Hälfte der Wohneinheiten für Baugemeinschaften vorgesehen. Dabei handelt es sich um Gruppen bauinteressierter Bürger, die meist für die eigene Nutzung ein Grundstück kaufen und bebauen. Zusätzlich wird beim Verkauf der übrigen Grundstücke nicht allein nach dem gebotenen Preis sondern mindestens ebenso auf Basis des eingereichten Konzepts entschieden. „Ein Prototyp im Hinblick auf Projekte wie Bürgerhospital, Schoch-Areal, Neckarpark und Rosensteinquartier.“ So wurde die Bebauung des Olgäle-Areals bereits von der Stadtverwaltung umschrieben.

Das Kinderkrankenhaus war im Mai vergangenen Jahres von seinem alten Standort ihm Stuttgarter Westen auf das Gelände des Katharinenhospitals umgezogen. Der Umzug hatte sich aufgrund von Problemen im Neubau mehrfach verzögert. Zwischenzeitlich wurden Teile des ehemaligen Kinderkrankenhauses als Flüchtlingsunterkunft genutzt. 140 Menschen waren in einem ehemaligen Schwesternwohnheim an der Hasenbergstraße untergebracht. Die Asylsuchenden mussten im August ausziehen. Sie wurden in andere Flüchtlingsunterkünfte gebracht.

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