Stadtkind-Kolumne Feiern und Filme fördern

Gerade mal zwwanzig Jahre alt, aber schon richtig erfolgreich: Hazel Brugger aus der Schweiz. Foto: Veranstalter
Gerade mal zwwanzig Jahre alt, aber schon richtig erfolgreich: Hazel Brugger aus der Schweiz. Foto: Veranstalter

Stuttgart bekommt diese Woche Besuch: Von einem Ex-DDR-Provinzpunk und der bösesten Fau der Schweiz. Am Donnerstag kann man durch Feiern einen Film fördern.

Stuttgart - Im Keller Klub gibt es am heutigen Mittwochabend etwas zu feiern: den ersten Geburtstag der Lesereihe „Burn after Reading“. Wie der Name schon sagt wird dort zunächst gelesen und dann die Hütte abgebrannt. So oder so ähnlich zumindest. Zum Geburtstag hat man sich Hazel Brugger ins Untergeschoss am Rotebühlplatz eingeladen. Die Dame ist gerade mal zwanzig Jahre alt und trotzdem schon Schweizer Meisterin im Poetry Slam. Außerdem tourt sie mit einem Soloprogramm durchs Land, mit dem sie am Mittwoch zum ersten Mal in Stuttgart zu sehen ist. Trotz ihres zarten Alters weiß Brugger zu provozieren – mit hintergründigem Humor, unverblümter und doch poetischer Sprache. In der Presse wurde die Überfliegerin deshalb schon als „böseste Frau der Schweiz“ bezeichnet. Ist aber bestimmt als Kompliment gemeint. Danach wird wie jeden Mittwoch zum Keller-Mixtape der bekannten Keller-DJs getanzt. Burn after Reading eben. Wer sich traut, darf die böse Frau zum Tanz auffordern.

Im Merlin Kulturzentrum wird einen Tag später ebenfalls gelesen, und zwar aus „Go Ost!“ von Alexander Pehlemann (Ex-DDR-Provinzpunk). Mit auf der kleinen Bühne im Stuttgarter Westen sitzen während der Veranstaltung „Go Ost: Reisen in die Subkultur Osteuropas“ außerdem der Hamburger Elektro-Pionier Felix Kubin und der Musikjournalist Alfred Hilsberg. Der Abend soll aus launigen Unterhaltungen der drei bestehen, aus Fotoprojektionen und Video-Ausschnitten zum Thema. Und im Anschluss legen Kubin und Pehlemann die Musik zum Buch auf.

Im Super Popular Sanchez wird am gleichen Abend eine Fundraising-Party zugunsten eines Filmprojekts veranstaltet. Unterstützt werden soll der Film „Justice“, der von Inklusion und, wie der Name schon sagt, Gerechtigkeit handeln soll. Um Inklusion soll es aber nicht nur im Film gehen sondern auch schon bei der Produktion: Menschen mit Behinderung werden vor und hinter der Kamera mitarbeiten. Damit der Film zustande kommt, sammeln die Macher derzeit Spenden. Im Super Popular Sanchez darf jeder Besucher selbst wählen wie viel Eintritt er zahlt und mit wie viel Geld er somit das Projekt unterstützt. Das Programm am Donnerstag: Musik unter anderem von der Sängerin Mary Summer, eine Lesung von Niels-Johannes Günther und danach sind eine Reihe von DJs aus Stuttgart am Start.

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