Städtebau in Stuttgart Die ehemalige Fritty-Bar wird entkernt
Das Gebäude an der Königstraße 51, das den legendären Imbiss Fritty-Bar beherbergte, soll einem Neubau weichen. Als erster Schritt wird das Bauwerk nun entkernt.
Das Gebäude an der Königstraße 51, das den legendären Imbiss Fritty-Bar beherbergte, soll einem Neubau weichen. Als erster Schritt wird das Bauwerk nun entkernt.
Der ganz große Abrissbagger wird noch eine Weile auf sich warten lassen: Auch wenn nun vor dem Gebäude Königstraße 51, ehemalige Heimstatt des Imbiss Fritty-Bar, Bauzäune das Durchkommen erschweren, geht es in einem ersten Schritt „nur“ darum, das Bauwerk zu entkernen. Es sei nicht auszuschließen, dass dabei auch Schadstoffe wie etwa Asbest zu Tage gefördert werden, sagt Sebastian Wenz, der Leiter der Immobilienabteilung des Bauherrn Stinag AG.
„Im Sommer haben wir den Bauantrag gestellt. Nun harren wir der Dinge, die da kommen“, sagt Wenz. Je nach Fortgang könne aufs Entkernen auch ein Teilabbruch des Gebäudes folgen, das offiziell an der Königstraße 51 steht, aber von den meisten „am Hirschbuckel“ verortet wird.
Baurechtlich ist zumindest der Abriss in trockenen Tüchern – auch weil die Stadt dabei gar nicht viel mitzureden hat. „Der Abbruch für das Gebäude wurde dem Baurechtsamt im August zur Kenntnis gegeben und wie gesetzlich vorgeschrieben durch das Baurechtsamt bestätigt. Eine Baugenehmigung für den Abbruch ist demnach nicht erforderlich“, referiert ein Rathaus-Sprecher den Stand der Dinge.
Den Neubau gibt es zumindest schon auf Visualisierungen zu sehen. 2022 entschied das Stuttgarter Büro Wittfoht Architekten den Wettbewerb für sich. „Um eine zügige Umsetzbarkeit beziehungsweise Genehmigungsfähigkeit“ zu erreichen, sei das neue Gebäude zwar vier Meter höher als das bisherige, verzichtet werde aber „auf eine Überschreitung der Hochhausgrenze“, schreiben die Architekten.
Deren siegreicher Entwurf sei auch Grundlage des eingereichten Bauantrages gewesen, sagt Sebastian Wenz von der Stinag. Die ursprünglich vorgesehene Holzfassade werde es aber nicht geben. Bei der Hauptversammlung des Bauherrn im Jahr 2022 zeigte sich das Unternehmen in einer Präsentation zuversichtlich, den Neubau 2025 fertigzustellen.