Steinewerfer in Stuttgart-Vaihingen Rowdys am Stadtpark im Visier der Polizei

Von Götz Schultheiss 

Die Steinewerfer, die vor einigen Wochen an Häusern von Anwohnern des Stadtparks in Stuttgart-Vaihingen Sachschäden verursacht haben, sind noch nicht gefasst. Die Polizei fährt dort vorsichtshalber öfters Streife.

Rowdys haben die Scheiben der Telefonzelle beim Stadtpark zerstört Foto: privat
Rowdys haben die Scheiben der Telefonzelle beim Stadtpark zerstört Foto: privat

Vaihingen - Am 9. Januar haben Unbekannte Steine gegen die Fensterscheibe eines Hauses an der Herrenberger Straße geworfen und hohen Sachschaden verursacht (wir berichteten). „Wir konnten die Täter noch nicht ermitteln“, sagt Stephan Widmann, ein Sprecher des Polizeipräsidiums Stuttgart. Weil die Täter vermutlich junge Leute gewesen seien, habe das Jugenddezernat die Ermittlungen übernommen. Auf dem Areal um den Stadtpark herum, zu dem auch die Herrenberger Straße gehöre, seien nun mehr Polizeistreifen unterwegs als früher.

Aus Angst vor Rache der Randalierer will der Geschädigte anonym bleiben

Ein Leser unserer Zeitung, der aus Furcht vor Racheakten der Rowdys seinen Namen nicht veröffentlicht sehen will, hatte kurz nach dem Vorfall an der Herrenberger Straße auf die Gründe hingewiesen, warum die Polizei offenbar gut daran tut, in diesem Gebiet verstärkt Streife zu fahren. Schon seit geraumer Zeit, schrieb er, würden die Anwohner am Stadtpark durch einen oder mehrere Steinewerfer terrorisiert: „Mitte Dezember 2019 wurde bei meinen Nachbarn eine Wohnzimmerscheibe eingeworfen. Am Abend des 27. Dezember wurde über eine Distanz von 15 Metern eine Sektflasche gegen die Scheibe meiner Terrassentüre geschleudert. Die Scheibe blieb bis auf Kratzer unversehrt, die Polizei kam rasch und hat die Tat dokumentiert.“

Der Sohn des Hausbesitzers verfolgt drei junge Tatverdächtige

Sein Sohn, teilt der Leser mit, habe die Täter, drei Jugendliche, verfolgt, sie aber aus den Augen verloren. In derselben Nacht seien sämtliche Scheiben der Telefonzelle an der Ecke Emilien-/Herrenberger Straße zertrümmert worden: „Das war ein unglaublicher Akt von Vandalismus.“ Am 2. Januar sei sein Haus erneut angegriffen worden: „Man hat einen Stein gegen die Glastür am Balkon geschleudert, zum Glück ohne Folgen.“ Gerüchten zufolge seien an der Emilienstraße Autos beschädigt worden.

Seit dem Steinwurf vom 9. Januar, schreibt der Leser, sei etwas Ruhe in das Gebiet eingekehrt: „Ich habe von keinem neuen Vorfall gehört.“ Beim Flaschenwurf auf seine Terrassentür seien Kratzer entstanden: „Ich lasse sie so, wie sie ist. Würde ich die Scheibe aus Isolierglas auswechseln lassen, dann müsste ich schätzungsweise 1000 Euro hinblättern.“

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