Auch in diesem Jahr nimmt das Tiefbauamt der Stadt Stuttgart in Weilimdorf zahlreiche Projekte in Angriff. Saniert werden Straßen, Versorgungsleitungen und an der Hemminger Straße entsteht auf der Hauptradroute 26 eine Ampelanlage für Fußgänger und Radfahrer.

Südlich des Wertstoffhofs Weilimdorf entsteht für rund 300 000 Euro eine Ampelquerung über die Hemminger Straße. Hier verläuft die Radroute 26, aber auch Spaziergänger nutzen den Weg. Die Fundamente für die Ampeln sind laut Andrej Malyschew bereits erstellt. „Eine Ampel gab es an dieser Stelle bislang nicht“, erklärt er auf Nachfrage. Bereits erneuert hatte man im vergangenen Jahr den Asphaltbelag des Radwegs von der Hemminger Straße zur Motorstraße. Generell würde auch in diesem Jahr in Stuttgart einiges für den Radverkehr gemacht, dafür gebe es auch Zuschüsse vom Land. Mit größeren Summen zu Buche schlagen Arbeiten an Versorgungsleitungen von Gas und Wasser und Entwässerungskanälen. Eine Million Euro etwa kostet deren Sanierung Beim Schnatzgraben zwischen Waldhorn- und Albatrosweg. Loslegen will man im Mai. Fertig werden soll alles im Januar 2023. Im Stadtteil Wolfbusch kalkuliert das Tiefbauamt mit 940 000 Euro, um Haupt- und Hausanschlusskanäle auf Vordermann zu bringen. Für ähnliche Maßnahmen fallen weitere 200 000 Euro in der Huttenstraße an. Noch im April hofft Malyschew, mit den seit 2021 laufenden Arbeiten am Entwässerungskanal in der Giebelstraße fertig zu werden. Kostenpunkt: 760 000 Euro.

Nötig haben es auch zahlreiche Straßen in Weilimdorf. „Wir sind natürlich budgetiert, machen der Reihe nach, was am dringendsten ist“, sagt Malyschew. Dazu gehöre etwa die Gerlinger Straße. Ein rund ein Kilometer langer Abschnitt zwischen Hausenring und B 295 wird in den Sommerferien erneuert. Dieses Projekt zählt laut Andrej Malyschew zu den größten Herausforderungen. „Das Hauptproblem ist der Verkehr. Die Straße ist stark ausgelastet und wir können sie nur abschnittweise voll sperren“, erläutert er. Die Ausschreibung für die Arbeiten laufe gerade. Das Tiefbauamt schätzt die Kosten auf eine halbe Million Euro.

Einen neuen Straßenbelag erhalten haben bereits Abschnitte der Rastatter Straße und der Thaerstraße. Es folgen die Kreuzung Torgauer-/Zorndorfer Straße und die Rutesheimer Straße. Gemacht werden müsse auch die Rappachstraße zwischen Gerlinger- und Engelbergstraße. Die geschätzten Ausgaben für letztere belaufen sich auch circa 300 000 Euro.

Andrej Malyschew erwähnte auch das aktuelle Feldwegprogramm: „Hier wurde und wird einiges gemacht.“ Neuen Schotter gab es für den Feldweg in Verlängerung der Ludmannstraße. Einen neuen Belag hat der Feldweg südlich von Hausen erhalten. In diesem Jahr stehen auf der Liste noch drei Feldwege rund um den Fasanengarten, die man richten möchte sowie der Feldweg östlich der Köstlinstraße. Mit Bitumen und Splitt behandelt wird die Kastanienallee zum Schloss Solitude. Beschleunigt hätten das Engagement sicherlich die vielen gelben Karten, die die Verwaltung erhalten habe. Deren Zahl sei in der Pandemie, so Malyschew, gestiegen.