Strohgäu Fast jeden Abend geht irgendwo eine Tür auf

Richtig schöne Stimmung ergibt sich jedes zweite Jahr im Ditzinger Stadtteil Schöckingen, auch andernorts sind die abendlichen Treffen beliebt. Foto: factum//Archiv
Richtig schöne Stimmung ergibt sich jedes zweite Jahr im Ditzinger Stadtteil Schöckingen, auch andernorts sind die abendlichen Treffen beliebt. Foto: factum//Archiv

Die Lebendigen Adventskalender beginnen am kommenden Wochenende. Eine immer wieder schöne Tradition.

Ludwigsburg: Klaus Wagner (kwa)
WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Strohgäu - Es ist dunkel, die Lichter am Weihnachtsbaum brennen, ein Adventslied erklingt, es riecht nach Punsch, die Kinder freuen sich – an vielen Stellen im Strohgäu sind vom kommenden Wochenende an solche Szenen am Abend zu beobachten. Die Lebendigen Adventskalender gehen vom Sonntag an in die nächste Saison. Die Tradition kann aber nicht überall fortgeführt werden: In Korntal wird pausiert. Und in Gerlingen wird jemand gesucht, der die Sache fortführt.

„Eine halbe Stunde innehalten“ – unter diesem Motto hat Ute Beck aus Gerlingen den Lebendigen Adventskalender 15 Mal organisiert. Im September habe sie meist schon die Termine belegt gehabt, berichtet die 75-Jährige. Für das nächste Jahr sucht sie einen Nachfolger – denn sie ist sich sicher, dass die Veranstaltungsreihe weiter nachgefragt werden wird. „Es sind jedes Mal 30 bis 40 Teilnehmer“, berichtet Beck, ältere Menschen ebenso wie Mütter mit Kindern. Die Eröffnung findet am Sonntag um 17 Uhr im Stadtmuseum statt, ein Adventssingen mit dem Kammerchor Cantabile ist ebenso dabei wie ein Treffen mit dem Nikolaus, die Jugendkapelle des Musikvereins macht ebenso mit wie der Bürgermeister.

Tee und Punsch gibt’s auch

In Münchingen wird die erste Tür am Lebendigen Adventskalender am 1. Dezember um 17.30 Uhr am Rathaus geöffnet. Die Abende darauf beginnen meist um 18 Uhr. Katholische und evangelische Christen, Hauskreise und Jugendgruppen gestalten die Abende. Auch hier stehen neue und bekannte Advents- und Weihnachtslieder und -geschichten im Mittelpunkt. Und Tee und Punsch gibt es auch.

Anders als in Gerlingen und Münchingen ist in Ditzingen-Schöckingen nicht bekannt, wo die halbe Stunde Innehalten stattfinden wird. Nina Mokosch organisiert die Reihe mit Petra Zentgraf – die beiden verraten nur, dass die Gruppe nach dem Treffen am Christbaum ein paar Minuten im Ort unterwegs ist, bis es richtig losgeht. „Eine gute Sache und eine schöne Tradition“ sei der Lebendige Adventskalender, meint der Ortsvorsteher Michael Schmid. Dass es nur alle zwei Jahre stattfinde – „das ist noch Beständigkeit“.

Tradition nicht einschlafen lassen

Nicht mehr an allen Adventstagen findet hingegen der Lebendige Adventskalender in Hemmingen statt – sondern nur noch an vier Samstagen und einem Sonntag. „Bis vor fünf Jahren hatten wir 24 Türchen“, berichtet Katja Hauck, „dann war zwei Jahre Pause – und jetzt machen wir wieder einige Fenster auf. Wir wollten das nicht einschlafen lassen.“

Eine Pause haben sich auch die Adventskalender-Macher im Stadtteil Korntal von Korntal-Münchingen verordnet. Es sei vor allem in den letzten Jahren schwierig gewesen, berichtet Pfarrer Ulrich Wiedenroth über das ökumenische Projekt, genügend Familien zum Mitmachen zu finden. Man werde jetzt über ein neues Konzept für 2020 nachdenken.




Unsere Empfehlung für Sie