Studie der AOK Kliniken im Land arbeiten wirtschaftlicher

Von dpa 

Krankenhäuser im Südwesten hielten weniger Betten vor, die Patienten würden schneller entlassen.

Professor Zoller, der Ärztliche Leiter des Zentrums für innere Medizin im Klinikum Stuttgart. Foto: Klinikum Stuttgart
Professor Zoller, der Ärztliche Leiter des Zentrums für innere Medizin im Klinikum Stuttgart. Foto: Klinikum Stuttgart

Stuttgart - Die Krankenhäuser im Südwesten arbeiten nach Ansicht der AOK zunehmend wirtschaftlicher. Die Kliniken hielten weniger Betten vor und die Patienten würden im Schnitt schneller wieder entlassen. Dies geht aus dem Krankenhaus-Report 2011 der AOK Baden-Württemberg hervor.

„Das sind positive Signale, die allerdings nicht zulasten der Qualität gehen dürfen“, sagte der AOK-Vorstandsvorsitzende Rolf Hoberg in Stuttgart. Der Report basiert auf Daten aus dem Jahr 2008. „Beides ist wichtig - die Behandlungsqualität muss stimmen, und die Kliniken müssen wirtschaftlich arbeiten können“, sagte der Chef der größten gesetzlichen Krankenkasse im Südwesten.

Baden-Württemberg liegt unter dem Bundesdurchschnitt

Laut dem Report lag die Zahl der Betten je 100.000 Einwohner mit 551 um 1,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die höchste Bettendichte wurde dabei im Bereich der Inneren Medizin (166) festgestellt, gefolgt von der Chirurgie (121) und Frauenheilkunde und Geburtshilfe (45). Die Zahl der Krankenhausfälle stieg leicht um 0,9 Prozent auf 18 397 (Bundesdurchschnitt: 21 297) Fälle je 100.000 Einwohner. Die Patienten blieben im Schnitt 8,2 (Bund: 8,1) Tage im Krankenhaus - das ist 1,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Bei der Zahl der Krankenhäuser im Land gab es mit 297 Kliniken mit 102 784 Vollzeit-Mitarbeitern keine Veränderungen. Bei der Bettenauslastung sieht Hoberg aber noch Handlungsbedarf. Sie stagnierte im Vergleich zum Vorjahr bei durchschnittlich 74,5 Prozent: „Mit diesem Wert liegt Baden-Württemberg unter dem Bundesdurchschnitt von 77,4 Prozent.“ Dem Report zufolge gilt in vielen Bundesländern eine Bettenauslastung von 85 Prozent als Maßstab für eine bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung.