Studie Welt erstmals seit fünf Jahren wieder friedlicher

Von red/kna 

Trotz aller Gewalt und Konflikte ist die Welt erstmals seit 2013 etwas friedlicher geworden. Das geht aus dem am Mittwoch in London veröffentlichten Global Peace Index hervor.

Das friedlichste Land der Erde bleibt Island. Foto: picture-alliance / dpa
Das friedlichste Land der Erde bleibt Island. Foto: picture-alliance / dpa

London - Die Welt ist einer neuen Studie zufolge erstmals seit 2013 wieder friedlicher geworden. Vor allem in der Ukraine, in Syrien und im Irak habe sich die Situation im vergangenen Jahr stabilisiert, heißt es in dem am Mittwoch in London veröffentlichten Global Peace Index 2019. Allerdings sei die Konfliktlage insgesamt deutlich angespannter als ein Jahrzehnt zuvor. Nach neun Weltregionen unterteilt ist es in Europa am friedlichsten - wie jedes Jahr seit Bestehen der Studie - und in der MENA-Region („Middle East and North Africa“) am unfriedlichsten.

Friedlichstes Land der Erde bleibt Island

Afghanistan hat als konfliktreichstes Land Syrien abgelöst, das nun auf dem vorletzten Platz liegt. Es folgen Südsudan, Jemen und Irak. Friedlichstes Land der Erde bleibt Island gefolgt von Neuseeland, Österreich, Portugal und Dänemark. Insgesamt hat sich laut Bericht die Friedenslage in 86 Ländern verbessert, in 76 Staaten ist sie schlechter geworden.

Erstmals einbezogen wurde auch das Risiko gewaltsamer Konflikte, die durch den Klimawandel verursacht werden. Demnach leben 971 Millionen Menschen in Zonen mit hoher oder sehr hoher klimatischer Gefährdung. Mehr als 40 Prozent von ihnen leben in Ländern, die der Bericht als unfriedlich klassifiziert.

In der Studie wird die Lage in mehr als 160 Ländern anhand von Kriterien wie Krieg, Terrorismus, Polizeigewalt und Waffenexporten eingestuft.