Studie zur Corona-Krise Jeder Siebte ab 46 Jahren fühlt sich einsam

Die Coronapandemie hat nicht nur Folgen für die körperliche, sondern auch für die seelische Gesundheit, vieler Menschen. (Symbolbild) Foto: factum/Simon Granville
Die Coronapandemie hat nicht nur Folgen für die körperliche, sondern auch für die seelische Gesundheit, vieler Menschen. (Symbolbild) Foto: factum/Simon Granville

Gerade in der älteren Bevölkerung Deutschlands wächst das Gefühl von Einsamkeit in der Coronapandemie. Einer Studie zufolge lag der Anteil einsamer Menschen im Sommer 2020 1,5-mal höher als in den Vorjahren.

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Berlin - Mit der Coronapandemie wächst einer Umfrage zufolge das Gefühl der Einsamkeit in der älteren Bevölkerung. Im Sommer 2020 lag der Anteil einsamer Menschen im Alter von 46 bis 90 Jahren bei knapp 14 Prozent und damit 1,5-mal höher als in den Vorjahren, wie am Montag aus dem Deutschen Alterssurvey hervorgeht. In der Altersgruppe der 46- bis 55-Jährigen berichteten sogar 16,4 Prozent von Einsamkeit. In den Vergleichsjahren 2017 und 2014 fühlten sich in der gesamten Gruppe etwa 9 Prozent einsam.

Das höhere Einsamkeitsempfinden betreffe dabei Frauen und Männer, Menschen mit hoher oder niedriger Bildung etwa gleich stark. Auch enge soziale Beziehungen oder gute Kontakte zu den Nachbarn schützen der Befragung zufolge nicht vor dem Anstieg des Einsamkeitsrisikos in der ersten Welle der Pandemie.

Der Deutsche Alterssurvey (DEAS) ist eine repräsentative Quer- und Längsschnittbefragung von Personen in der zweiten Lebenshälfte. Im Rahmen der Studie werden seit mehr als zwei Jahrzehnten Menschen auf ihrem Weg ins höhere und hohe Alter regelmäßig befragt. An der schriftlich-postalischen Befragung im Juni und Juli des vergangenen Jahres nahmen 4.762 Personen im Alter von 46 bis 90 Jahren teil.




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