Studie zur Entwicklung der Stadt Stuttgarter setzen auf die Zukunft der Stadt

Die Stuttgarter setzen auf Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Die Stuttgarterinnen und Stuttgarter stehen den Themen in der Stadt der Zukunft mehrheitlich positiv gegenüber. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Marktforschung. Allerdings hegen die Befragten in einzelnen Bereichen auch Befürchtungen.

Stadtentwicklung/Infrastruktur : Christian Milankovic (mil)

Stuttgart - Die Menschen in Stuttgart verbinden mehrheitlich positive Erwartungen mit dem Leben in der Stadt der Zukunft. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie des Energiekonzerns Energie Baden-Württemberg (EnBW), die der Stuttgarter Zeitung vorliegt. „Die Stuttgarter sehen der ,Stadt der Zukunft’ insgesamt äußerst optimistisch entgegen“, sagt Richard Schmidt, Marktforscher der EnBW. Der Begriff wecke überwiegend positive Assoziationen. „Dabei wird insbesondere an Verbesserungen im Bereich Mobilität gedacht, vor allem an den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs“, so Schmidt. Die befragten Stuttgarterinnen und Stuttgarter setzten vor allem darauf, dass die Stadt der Zukunft bessere Lebensqualität, bessere Luft und kurze Wege biete. Bei der Frage, welche Begriffe den Teilnehmern der Studie als erstes zur Stadt der Zukunft einfallen, wurden am häufigsten „Öffentlicher Nahverkehr“, „Mobilität“, „Stuttgart 21“ und „weniger Verkehr genannt“. Unter den erwarteten Nachteilen rangierten „viel Verkehr“ und „zu wenig Wohnungen“ vorne.

 

Zweifel an Verbesserung der Lage am Wohnungsmarkt

Kritisch wird vor allem der Komplex Wohnen gesehen. Dass in der Stadt der Zukunft bezahlbarer Wohnraum entstehe, glaubt nur knapp die Hälfte der Befragten. Zudem schwingt die Angst vor uniformen Betonwüsten mit, die in den neuen Stadtquartieren entstehen könnten. Jeder Dritte äußert die Befürchtung, dass er sich in der Stadt der Zukunft räumlich wird einschränken müssen. Günstiger Wohnraum, mehr Grün und ein ausgebauter Öffentlicher Nahverkehr rangieren daher ganz oben auf der Wunschliste.

Unterschiede zwischen den Altersklassen

Die Sicht auf die Stadt der Zukunft hänge maßgeblich vom Alter und der formalen Bildung der Befragten ab, erklärt Schmidt. So fielen bei den Älteren in allen Lebensbereichen die Erwartungen geringer und die Befürchtungen größer aus als bei den jüngeren Studienteilnehmern. Schmidt sieht einen möglichen Grund dafür darin, dass Jüngere stärker von den mit der Stadt der Zukunft einhergehenden Veränderungen profitieren könnten. Als Beispiele nennt er die in der Studie geäußerten Erwartungen, es könne in der Zukunft flexiblere Arbeitsplätze und ein breiteres Freizeitangebot entstehen.

Fragen zur Stadt der Zukunft stehen auch im Mittelpunkt des heute beginnenden Fachkongresses der Stuttgarter Zeitung unter dem Titel „Die Stadt im Umbruch“. Diskutiert werden die Themenkomplexe Mobilität, Energie und Daten.

– Zuversicht schwindet mit dem Alter

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