Stuttgart 21 „Parkschützer“ geht aus Protest ins Gefängnis

Von dapd 

Haftstrafe statt Bußgeld: Aus Protest geht ein „Parkschützer“ ins Gefängnis. Er will nicht für einen Hausfriedensbruch am abgerissenen Nordflügel zahlen.

  Foto: dapd
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Stuttgart/Rottenburg - Aus Protest gegen die Zahlung einer Geldstrafe geht ein Stuttgart 21-Gegner freiwillig ins Gefängnis Rottenburg. Der Parkschützer Mark Pollmann sagte am Freitagmorgen: „Heute gehe ich mit erhobenem Haupt für zehn Tage ins Gefängnis, als Mahnung an den Staat.“ Er lehne einen „Freikauf“ ab. Normalerweise hätte er rund 800 Euro inklusive Gerichtskosten an den Staat zahlen müssen.

Pollmann hatte im Sommer 2010 im mittlerweile abgerissenen Nordflügel des Stuttgarter Bahnhofs demonstriert. Das Amtsgericht Stuttgart wertete dies als Hausfriedensbruch. Auch gemeinnützige Arbeit als Strafe lehnt Pollmann ab. „Das wäre absurd, da ich seit Jahren ehrenamtlich Aufklärungsarbeit über die Nachteile des Immobilienprojekts ‚Stuttgart 21’ leiste.“