Stuttgart 21 und die OB-Wahl Sebastian Turner

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Sebastian Turner Für ihn überwiegen „bei aller berechtigter Kritik“ die Vorteile von Stuttgart 21. Der parteilose Kandidat von CDU, FDP und Freien Wählern sieht vor allem die städtebauliche Chance. Parlamente, Gerichte und das Volk hätten gesprochen. Der Rechtsstaat sei wichtiger als jede Sachfrage. Er werde sich folglich für eine „zügige, sichere und möglichst schonende Umsetzung“ von S 21 einsetzen. Er hält es für klug, dass die Stadt die Bahnflächen erworben hat. Nun habe sie die Planungshoheit.

Was die Leistungsfähigkeit angeht, meint Turner, es sei „anzunehmen, dass der neue Bahnhof für lange Zeit ausreicht“. Eine Überprüfung der kritisierten Stresstestergebnisse durch einen neutralen Gutachter bringe der Stadt „keinen unmittelbaren Mehrwert“. Gutachten brächten nicht immer Erkenntnis, „aber immer eine Rechnung“.

Auf die Frage nach der Barrierefreiheit antwortete Turner, der aktuelle Kopfbahnhof sei „eine Zumutung für jede Familie mit Kinderwagen“. Von einem modernen Bahnhof erwarte er einen höheren Standard. Großprojekte müssten generell besser kommuniziert werden. Die Lehre aus S 21 sei, die Bürger einzubinden. Eine „Doppelbestrafung“ von Widerständlern, die neben Bußgeldern auch die Gebühren fürs Wegtragen tragen müssen, sieht er nicht. Es gebe genug bußgeldfreie Demon­strationsmöglichkeiten.

Er rät dem Aktionsbündnis, vorsichtig mit dem Wort Widerstand zu sein. „Das sei mehr Stauffenberg als Ameisenberg.“ Turner sagt klar: „Wenn Sie von einem OB erwarten, dass der das Projekt stoppt, bin ich für Sie nicht der richtige Kandidat.“

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