Stuttgart 21 Zeitung: Die Drohkulisse der Bahn bröckelt

Von dapd 

Zeitgewinn für die Stuttgart-21-Gegner: Tunnelbauarbeiten werden zunächst weniger kosten als angekündigt. Das berichtet die "Financial Times Deutschland".

 Foto: dapd
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Hamburg - Den Gegnern von Stuttgart 21 bleibt für ihren Versuch, das Milliardenprojekt zu stoppen, mehr Zeit als angenommen. Selbst wenn die Deutsche Bahn Ende dieses Monats Tunnelarbeiten im Gesamtwert von 750 Millionen Euro vergibt, wird nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ vor Mitte 2012 nur ein Bruchteil dieser Summe fällig. Aus konzerninternen Unterlagen geht hervor, dass die „Ausführungsplanung“ der mit den Tunnelbauten beauftragten Firmen mehr als ein Jahr beansprucht - und dass in dieser Phase für das zentrale Bauwerk, den Fildertunnel, nur gut 60 Millionen Euro anfallen.

Die Bahn habe in den vergangenen Monaten den Eindruck erweckt, durch die Vergabe sei der gesamte Auftragswert von 750 Millionen Euro schon investiert - und S21 spätestens dann unumkehrbar. Nun werde klar, dass sich die S21-Gesamtkosten durch die anstehenden Auftragsvergaben zunächst nicht wesentlich erhöhten, schreibt die Zeitung.

 

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