Stuttgart-Hofen Erste Rodungen am Kelterplatz

Von Iris Frey 

Am Kelterplatz haben die ersten Rodungen stattgefunden als Vorbereitung für die kommende Umgestaltung. Der Bürgerverein nimmt die Weinpresse in seine Obhut auf Bitten des Garten-, Friedhofs- und Forstamts. Der Baubeginn ist laut Christopher Schmid vom Tiefbauamt im April geplant.

Am Kelterplatz wurden für die Umgestaltung erste Bäume gerodet. Foto: Bürgerverein Hofen (z)
Am Kelterplatz wurden für die Umgestaltung erste Bäume gerodet. Foto: Bürgerverein Hofen (z)


Hofen - Die Entwicklung am und um den Kelterplatz geht voran. Noch in diesem Frühjahr sollen die Umgestaltungsarbeiten nach den Plänen der g2 Landschaftsarchitekten beginnen. Dabei sollen auf dem Platz zwei Ebenen geschaffen werden, die auch für Veranstaltungen gut nutzbar sind. Die ersten Vorarbeiten haben schon stattgefunden, in dem die ersten Bäume und Büsche gerodet wurden, die nicht mehr gebraucht werden respektive dem Umbau im Wege stehen. Baubeginn ist für April geplant, erklärt Christopher Schmid. Im März werde der Baubeschluss durch den Gemeinderat erwartet. Er hofft, dass die Arbeiten dann vor der Fasnet nächstes Jahr fertig sind.

Parallel zu dieser Erneuerung im Ort kommen auch die Themen Ortsjubiläum und Kelterplatz so langsam ins Laufen, wie Sabine Schick-Kurfeß, Vorsitzende des Bürgervereins, erklärt. „Der Kelterplatz wurde zwischenzeitlich gerodet und der Bürgerverein Hofen wird in jedem Fall die Arbeiten mit Bildern dokumentieren.“ Das Garten- und Friedhofsamt hat den Bürgerverein angefragt, was mit der Mostpresse und der Wasserpumpe geschehen soll. „Beides werden wir erst mal in die Obhut des Bürgervereins Hofen nehmen.“. Einen Termin für die Eröffnung des Platzes gibt es auch schon, wie die Vereinsvorsitzende weiß: „Die große Eröffnungsfeier für den Kelterplatz mit OB Kuhn findet am Samstag, 4. Juli 2020, ab 14 Uhr statt.“

Ortsjubiläum 2020

Damit soll alles zum Ortsjubiläum fertig sein. 2020 wird in Hofen ein 900-Jahr-Jubiläum begangen. „Beim Ortsjubiläum 2020 feiern wir 900 Jahre Hofen. Nicht die erste urkundliche Erwähnung, aber die erste schriftliche Nennung“, erklärt Ortshistoriker Wolfgang Zwinz vom Bürgerverein Hofen. Bei der ersten Erwähnung geht es um den ältesten Nachweis eines Ortes in der schriftlichen Überlieferung. Im Fall von Hofen ist im vierten Teil des „Codex Hirsaugiensis“ die Nennung Hofens enthalten. Dieses „Traditionsbuch“, ein Schenkungsbuch, gilt als eine der wichtigsten Quellen für das ausgehende 11. und 12. Jahrhundert. Das Buch wurde erst um 1500 geschrieben, so Zwinz, der sich damit intensiv befasst hat. In Vorbereitung auf dieses Ortsjubiläum steht zudem die Sanierung des Kelterplatzes, die im kommenden Jahr erfolgen soll.

Inzwischen kommt der Bürgerverein mit dem Einrichten seines Ortsarchives am Kelterplatz gut voran, berichtet Schick-Kurfeß. „Der Raum des Ortsarchivs ist zwischenzeitlich gestrichen und gereinigt und mit den ersten Möbeln bestückt. Aktuell sind wir in der Findungsphase für Öffnungszeiten, zu denen die Bürger Unterlagen, Bilder, Bücher abgeben können.“ So waren Mitglieder des Hofener Bürgervereins beim Bürgerverein Mühlhausen zu Besuch und haben sich dort mit der ehrenamtlich arbeitenden Archivarin unterhalten und sich einige Tipps geben lassen, die sie nun für Hofen umsetzen werden.

Austausch mit Bürgerverein Mühlhausen

„Hier wird voraussichtlich ein reger Austausch zwischen den Bürgervereinen Hofen und Mühlhausen entstehen, da Mühlhausen an unserem Ortsstammbaum Interesse zeigt und wir am Ortsarchiv Mühlhausen“, so Schick-Kurfeß. Einen Sponsor hat der Bürgerverein Hofen vermutlich auch noch aufgetan, so dass noch ein Spezialschrank für Pläne oder Ähnliches angeschafft werden kann.

„Wir planen im Zeitraum der Bewertungsphase für den Bürgerhaushalt einen ‚offenen Nachmittag/Abend’ anzubieten, an dem sich jeder einen ersten Eindruck vom Ortsarchiv Hofen machen kann“. Der Bürgerverein Hofen wird im Rahmen des diesjährigen Bürgerhaushalts das Projekt „Sanierung Musikschule“ promoten – analog zum Kelterplatz vor zwei Jahren. Angedacht ist, so Schick-Kurfeß, wieder eine konzentrierte gemeinsame Aktion der vier Bürgervereine im Stadtbezirk, ebenfalls analog zu 2017.

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