Stuttgart-Hofen Grillen nur noch auf zwei Liegewiesen

Von Iris Frey 

Kilian Bezold vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt hat den Bezirksbeirat Mühlhausen vor Ort am Max-Eyth-See bei einer Begehung über das neue Beschilderungskonzept informiert.

Kilian Bezold (2. von rechts) informierte den Bezirksbeirat am Max-Eyth-See über die neue Beschilderung. Foto:  
Kilian Bezold (2. von rechts) informierte den Bezirksbeirat am Max-Eyth-See über die neue Beschilderung. Foto:  

Hofen - Kilian Bezold vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt hat am Dienstagabend bei einer Begehung mit dem Bezirksbeirat Mühlhausen und Anwohnern das neue Beschilderungskonzept für den Max-Eyth-See vorgestellt und mit den Bezirksbeiräten diskutiert. Zuerst stellte er dem Gremium die verschiedenen Zuständigkeiten vor, die Ämter, die sich dort in den unterschiedlichen Bereichen kümmern.

Indes qualmte und räucherte es an vielen Orten am See, denn an unterschiedlichsten Stellen saßen Familien und junge Menschen beieinander und grillten. Für Bezold, eine normale Lage, wie er sagte. Er erläuterte aber auch, wie häufig das Amt für Abfallwirtschaft (AWS) und Mitarbeiter des dritten Arbeitsmarkts am See im Einsatz sind, um dort dem vielen Müll Herr zu werden und ihn einzusammeln. Das neue Beschilderungskonzept soll nun zwei Bereiche ausweisen, in denen das Grillen mit ganz bestimmten Regeln erlaubt ist. Dabei darf kein Feuer auf dem Boden gemacht werden. Am Dienstagabend verstießen einige Seebesucher gegen diese Regeln, wie Bezirksbeiräte feststellten. An vielen Stellen hing Rauch in der Luft und roch es nach Gegrilltem. Anwohner äußerten ihre Kritik über die zunehmenden Besucherzahlen und den vielen Müll, der hinterlassen wird.

Zwei große Mülleimer installiert

Bezold informierte, dass zwei weitere große Mülleimer aufgestellt worden seien, die jedoch noch nicht in Betrieb seien, weil die zugehörigen Ascheempfänger fehlten. Künftig soll nur noch in der Nähe der Toilettenanlage Rechter- und Linkerhand auf den Rasenbereichen Grillen erlaubt sein. Es sollen weiterhin Naturschutzbereiche ausgeschildert werden, in denen Astbruchgefahr besteht. Orte, die umzäunt werden und nicht betreten werden sollen, wie Bezold informierte. Kaum gesagt, traf die Gruppe auf einen großen heruntergebrochenen Weidenast.

An der Halbinsel erklärte er die Problematik, dass der Pächter der Gastronomie dort gerne den Strand mitbewirtschaften würde, aber das Umweltamt dagegen Einspruch erhebe. Hier soll nun ein Gutachten helfen. Der Bereich befindet sich im europäischen Naturschutzgebiet Natura 2000. Auch den Bootsverleih möchte das Garten-, Friedhofs- und Forstamt an der Stelle belassen, nicht nur wegen der sozialen Kontrolle. Bezold und Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann sprachen das Problem der nächtlichen Feiern auf der Halbinsel an mit Feuerwerk, Lärm und Müll. Auch hier fehlten Kontrollen. Bezold erklärte die beschränkten Einsatzmöglichkeiten der Kontrollen durch das Ordnungsamt, die sich mit der Polizei abwechselten.

Kontrollen gefordert

In der Diskussion machten die Bezirksbeiräte darauf aufmerksam, dass die Beschilderung nur dann einen Sinn mache, wenn es auch genügend Kontrollen gebe, um die Regeln einzuhalten. Auch sollten Hinweise für Bußgelder zu sehen sein. Ein Naturschutzbeauftragter wies aus seiner Erfahrung auf die Notwendigkeit der Beschilderung hin für einen rücksichtsvollen Umgang mit Natur und Tieren. Das Gremium fragte immer wieder, wie es um die Kontrollen stünde. Diese unterstehen dem Ordnungsamt. Es wurde deutlich, dass der Bezirksbeirat hierzu noch extra Anträge für mehr Kontrollpersonal stellen muss. Bezold kündigte am Ende ein Gesamtkonzept für den Max-Eyth-See an.

Sonderthemen