Stuttgart: Mann will Mercedes-Fahrer vergiften Mutmaßlicher Daimler-Erpresser verhaftet

Von gs 

Ein 30-Jähriger hat der Daimler AG gedroht, Mercedes-Fahrer zu vergiften, wenn der Autobauer nicht 25 Millionen Euro bezahlt. Jetzt ist der Mann festgenommen worden.

Ein Mann soll von Berlin aus versucht haben, die Daimler AG um Millionen zu erpressen. Foto: dpa/Uli Deck
Ein Mann soll von Berlin aus versucht haben, die Daimler AG um Millionen zu erpressen. Foto: dpa/Uli Deck

Stuttgart/Berlin - Die Berliner Polizei hat in Zusammenarbeit mit ihren Stuttgarter Kollegen zwei Männer festgenommen, die versucht haben sollen,die Daimler AG um Millionen zu erpressen.

Die 30 und 59 Jahre alten Männer sind am Freitagmorgen nach umfangreichen Ermittlungen von einer Berliner Spezialeinheit auf offener Straße im Stadtteil Friedrichshain-Kreuzberg festgenommen worden.

Die Kripo Stuttgart hat, unterstützt von Spezialisten des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg, eine aus rund 20 Beamtinnen und Beamten bestehende Ermittlungsgruppe eingerichtet und intensiv in enger Zusammenarbeit mit der Fachdienststelle für Erpressung des Landeskriminalamts Berlin über mehrere Monate ermittelt.

Mit Quecksilber gedroht

Offenbar hatten die Tatverdächtigen gedroht, in geparkten Mercedes-Fahrzeugen Quecksilber zu platzieren. Das angedrohte Szenario: Bei laufendem Motor würde das Quecksilber verdampfen und den jeweiligen Fahrer vergiften.

Um der Drohung Gewicht zu verleihen, soll zumindest der polizeibekannte 30-Jährige in der Nacht zum 9. März in Berlin-Treptow-Köpenick einen Mercedes-Mietwagen mit selbst gebauter Pyrotechnik beschädigt haben.

Der Konzern hatte bereits im vergangenen Dezember Anzeige bei der Polizei erstattet.Nach Informationen unserer Zeitung sollen die Männer von der Daimler AG 25 Millionen Euro gefordert haben.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des 30-jährigen Hauptverdächtigen seien umfangreiche Beweismittel sichergestellt worden, teilt die Polizei mit. Diese müssten nun ausgewertet werden. Der 30-Jährige wird am Samstag einem Haftrichter vorgeführt, der 59-Jährige kam nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß.

Sonderthemen