Stuttgart-Münster Begegnungsstätte Plus offen für alle
Der Umbau des Erdgeschosses im Pflegestift Münster steht vor dem Abschluss. Nach der Cafeteria ist jetzt auch die neue Begegnungsstätte Plus montags bis freitags geöffnet.
Der Umbau des Erdgeschosses im Pflegestift Münster steht vor dem Abschluss. Nach der Cafeteria ist jetzt auch die neue Begegnungsstätte Plus montags bis freitags geöffnet.
Münster - Es ist ein gutes Zeichen, wenn noch Stühle herangeschafft werden müssen, weil der Andrang so groß ist. Die neue Begegnungsstätte Plus im Erdgeschoss des Pflegestifts Münster, die kürzlich mit einer Feier, Musik und Bewirtung eröffnet worden ist, stieß auf große Resonanz. „Heute beginnt für uns eine neue Ära“, sagte die Pflegestift-Leiterin Doris Löhr. Viel aktive Unterstützung sei nötig gewesen, um das Projekt Begegnungsstätte Plus umzusetzen. Ihr Dank galt der Bezirksvorsteherin Renate Polinski, die das Vorhaben sehr unterstützte.
Die Umgestaltung des EG ist die letzte Baumaßnahme im Rahmen der großen Umgestaltung der Einrichtung an der Schussengasse, die 2018 begann. Nach drei Bauabschnitten schloss sich noch die Modernisierung im Erdgeschoss an. Das neue Café direkt am Eingang hat bereits seinen Betrieb aufgenommnen und bietet auch einen Mittagstisch an. Jetzt ist der neue Raum für die Begegnungsstätte Plus offen für alle. Das Pflegestift öffnet sich nach außen. „Ich freue mich auf viele interessante Veranstaltungen und Begegnungen“, so Doris Löhr.
Schritt für Schritt gehe es jetzt weiter. Der Raum, der für Kinderbetreuung vorgesehen ist, ist zwar fertig, wegen fehlender Geländer aber noch nicht freigeben. Auch die Räume für die Tagespflege und den Hauswirtschaftsdienst werden sukzessive fertiggestellt. „Ende des Jahres, spätestens im Frühjahr sind die Arbeiten im Haus abgeschlossen.“ Dann stehen noch Arbeiten rund um das Gebäude und an der Tiefgarage an. Die Räumlichkeiten – mit Nebenräumen, Gymnastiksaal, Kinderaum und großer Terrasse – der Begegnungsstätte Plus, die montags bis freitags geöffnet ist, sind für Aktivitäten nutzbar. „Das muss sich entwickeln“, so Doris Löhr.
Für die Begegnungsstätte ist Andreas Fuss verantwortlich, der genau vor 31 Jahren erstmals das Haus betrat. „Ich war damals 29 Jahre alt und hatte es nicht immer leicht.“ Viele schöne Stunden habe er im Pflegestift, erlebt, sei aber auch an seine Grenzen gestoßen. Im Haus habe er Menschen getroffen, die auch Hilfe benötigt haben, körperlich wie seelisch. „Ich bin dem Haus treu geblieben.“ Das will er auch mit Musik füllen und weitergeben will. Fuss bietet Gitarrenkurse für Anfänger an. „Mit drei Akkorden kann man schon viel machen und viele Lieder spielen.“
In den neuen Räumen wird es auch neue Programme geben, die das Haus mit Leben füllen sollen. Mütter und Väter mit Kindern seien willkommen, zum Frühstück, Mittagessen und den anderen Programmpunkten. Mit der Flüchtlingsunterkunft wird es, so Fuss, Kooperationen geben. Karin Franz von der Stadtteilbibliothek Münster sorgt für Literatur. An der Tischtennisplatte können sich auch Menschen mit Demenz Bälle zuspielen. „Kommt in die Begegnungsstätte und nutzt das Angebot“, rief Fuss zum Mitmachen auf. Das Angebot im Oktober umfasst unter anderem Diavorträge, Live-Musik und Theateraufführungen.