Stuttgart rüstet sich besser In neuem Corona-Testzentrum hat die Arbeit begonnen

Von Josef Schunder 

Die Kapazität für Tests auf das Coronavirus Sars-CoV-2 ist in Stuttgart jetzt um bis zu 1000 Personen pro Tag erhöht worden. Das hält der Gesundheitsamtsleiter auch für geboten.

Ein junger Mann lässt am Mittwoch im neuen Testzentrum einen Abstrich machen. Wie er wurden am ersten Tag rund zwei Dutzend Reiseheimkehrer betreut. Foto: Max Kovalenko
Ein junger Mann lässt am Mittwoch im neuen Testzentrum einen Abstrich machen. Wie er wurden am ersten Tag rund zwei Dutzend Reiseheimkehrer betreut. Foto: Max Kovalenko

Stuttgart - Kurz nach Beginn der Haupturlaubszeit ist die Kapazität für Tests auf das Coronavirus Sars-CoV-2 erweitert worden. Am Mittwoch nahm in der Elwertstraße 2 in Bad Cannstatt das neue Testzentrum der Stadt und der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) die Arbeit auf – und betreute gleich zwei Dutzend Personen.

Bis zu 1000 Tests pro Tag sind dort möglich. Zuletzt fanden in ganz Stuttgart etwa 700 Tests pro Tag statt. Man will aber besser gerüstet sein, da sich nun auch Reiserückkehrer und – von kommender Woche an – Lehrer und Erzieher testen lassen sollen. Man wolle und müsse die stärkere Ausbreitung des Virus verhindern, betonte Gesundheitsamtsleiter Stefan Ehehalt: „Wichtig ist, dass sich alle an die Abstands- und Hygieneregeln halten. Behörden und Ärzte leisten ihren Beitrag, indem Fälle bestätigt, Patienten behandelt und Ansteckungen verhindert werden. Die neue Abstrichstelle ist ein wichtiger Baustein dieser Strategie.“

Johannes Fechner, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVBW, sagte, man wolle vorhandene Ambulanzen und die niedergelassenen Ärzte entlasten, die auch Kollegen vertreten müssten, die im Urlaub sind.

Ein Stuttgarter Hausarzt leitet das Zentrum

Geleitet wird das Testzentrum von dem Stuttgarter Hausarzt Hans-Jörg Wertenauer. Etwa 20 Studierende oder Absolventen nehmen die Abstriche vor. Das Zentrum ist werktags geöffnet. Es handelt sich um eine reine Abstrichstelle. Die ärztliche Versorgung erfolgt beim Hausarzt, beim niedergelassenen Kinder- und Jugendarzt oder – bei schweren Fällen – im Krankenhaus. „Zu uns kann jeder kommen, der die Kriterien erfüllt und einen Termin vereinbart hat. Die Tests sind für die Personen kostenfrei“, erläuterte Wertenauer.

Das ist bezogen auf die Zielgruppen: Reiserückkehrer und Personen, die vom Gesundheitsamt zum Test aufgefordert werden. Vom 10. August an fallen auch Lehrer und Erzieher darunter. Überdies geht es um Personen, die die Kriterien des Robert-Koch Instituts erfüllen, aber weder beim Hausarzt noch in der Corona-Schwerpunktpraxis einen Abstrich bekommen. Wer den Test machen lassen will, muss im Netz einen Termin buchen.




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