Stuttgart-Sillenbuch Der Ärger über Glascontainer ist noch nicht gelöst

Von Caroline Holowiecki 

Das Ordnungsamt hat eine Anfrage der CDU-Fraktion Stuttgart-Sillenbuch zum Thema Glascontainer beantwortet – und eingeräumt, dass diese ein Problem darstellen. Einem Wunsch der Bezirksbeiräte entspricht die Stadt zwar nicht, lässt aber ein Türchen offen.

In den vergangenen Monaten gab es in Stuttgart Unmut über Altglascontainer, sei es, weil sie nicht geleert wurden oder weil sich die Nachbarn wegen des Lärms gestört fühlen. Foto: Archiv Julia Bosch
In den vergangenen Monaten gab es in Stuttgart Unmut über Altglascontainer, sei es, weil sie nicht geleert wurden oder weil sich die Nachbarn wegen des Lärms gestört fühlen. Foto: Archiv Julia Bosch

Sillenbuch - Das Thema Glascontainer ist in Sillenbuch noch nicht vom Tisch. Im November hat sich der Bezirksbeirat damit befasst und einmütig festgestellt: Glücklich ist er mit einigen Standorten nicht, da es Probleme mit Lärm und herumliegendem Unrat gibt. „Insbesondere dann, wenn diese mitten in Wohngebieten liegen oder – wie sich jüngst bei der Diskussion zur Grünanlage am Johann-Heinrich-Strauß-Platz zeigte – den optischen Gesamteindruck erheblich stören, erachten wir sie für schlecht platziert“, hieß es in einer von der CDU angestoßenen Anfrage an die Verwaltung, verbunden mit dem Wunsch, Infos zu erhalten, wie und wo man die Boxen unter Umständen besser platzieren könnte. Am liebsten hätte das Gremium das nämlich selbst in der Hand.

Ordnungsamt räumt ein, dass es ein Problem ist

Das Amt für öffentliche Ordnung hat nun geantwortet und eingeräumt, „dass die Festlegung von Altglas- und Altkleidercontainerstandplätzen in dicht besiedelten Gebieten ein großes Problem darstellt“. Zwölf Standorte gibt es im Bezirk, und die seien gar nicht so leicht zu finden gewesen. So dürfen sich keine Leitungen oder Bäume darüber befinden, auch müssen sie auf befestigtem Boden stehen und dürfen den Verkehr nicht behindern. Zwölf Meter Abstand zum nächsten Haus müssen eingehalten werden. Das sei in allen Fällen zutreffend. Bislang liege nur eine schriftliche Beschwerde vor. Die stamme aus dem November 2017 und drehe sich um die Nichteinhaltung von Einwurfzeiten an der Eduard-Steinle-Straße. Bei Ärgernissen wird Anwohnern geraten, Ort, Zeit, Kennzeichen und Aussehen des Müll-Rüpels zu dokumentieren und Anzeige zu erstatten.

Es gibt die Möglichkeit, Ersatzstandorte zu finden

Der Auslöser für die CDU-Anfrage waren ebenfalls die Container an der Eduard-Steinle-Straße gewesen. „Die stellen ein akustisches und ein Überfüllungsproblem dar und sind zudem optisch an dem neu gestalteten Platz nicht schön“, betont der Fraktionssprecher Philipp Kordowich abermals. Und tatsächlich lässt das Amt für öffentliche Ordnung ihm und seinen Ratskollegen ein Türchen offen. In der schriftlichen Stellungnahme heißt es, dass die Auflösung von Containerstandorten nur möglich ist, „sofern vergleichbare Ersatzstandorte gefunden werden“. Kordowich kündigt an, an dem Thema dranbleiben zu wollen. Man werde die aktuell stadtweit geführte Diskussion über mögliche Alternativen weiterverfolgen und dann auf Basis dessen nochmals beraten.

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