Stuttgart-Vaihingen Die HdM plant die Aufstockung ihres Technikbaus

Von red 

Die Hochschule der Medien in Stuttgart-Vaihingen möchte sich vergrößern. Weil Flächen an der Nobelstraße rar sind, plant die HdM die Erweiterung in die Höhe. Baubeginn des sechs Millionen Euro teuren Projekts könnte 2020 sein.

Die HdM will ein zweites Stockwerk auf den Technikbau setzen, Foto: HdM Stuttgart/Spieß
Die HdM will ein zweites Stockwerk auf den Technikbau setzen, Foto: HdM Stuttgart/Spieß

Vaihingen - Die Hochschule der Medien (HdM) wächst stetig. Etwa 5000 Studenten sind derzeit in fast 30 Studiengängen eingeschrieben. Die vielen Studenten, die steigende Zahl der Forschungsprojekte und neue Aufgaben brauchen allerdings Platz – mehr, als die Hochschule hat. „Der HdM fehlen nach wie vor Seminarräume für neue Lehrkonzepte, Flächen für Forschungsbereiche, aber auch für Existenzgründer“, zitiert die HdM ihren Rektor Alexander Roos in einer Pressemitteilung. Mit den Themen Weiterbildung und der Förderung von Start-up-Unternehmern seien den Hochschulen zudem weitere Aufgaben zugewachsen, so Roos weiter.

Die Bestandsgebäude reichen nicht aus

Die in den letzten Jahren neu erbauten Gebäude an der Nobelstraße 8, der sogenannte Zitronenschnitz, und an der Nobelstraße 10 A, Würfel genannt, decken den Raumbedarf demnach nicht ab. Die beiden Gebäude wurden 2014 und 2016 eingeweiht. Allerdings: „Im Gegenzug für den Zitronenschnitz hatte die HdM ihren größeren Standort an der Wolframstraße aufgegeben“, heißt es in der Pressemitteilung.

Deswegen will die Hochschule der Medien ihren Standort ausbauen. Allerdings sind die Flächen auf dem Gelände an der Nobelstraße, welches sich die HdM mit der Universität Stuttgart und dem Fraunhofer Institut teilt, begrenzt. „Da sich auch die anderen Partner auf dem Vaihinger Campus vergrößert haben und zusätzliche Flächen benötigen, gibt es kaum Möglichkeiten, passende Räume anzumieten. Auch freie Flächen sind rar“, schreibt die HdM.

Zudem soll der auf dem Hochschulgelände befindliche Pavillon mittelfristig abgerissen werden. In diesem sind unter anderem der „Playpark“ mit Start-up-Unternehmen aus der Kreativbranche oder das Forschungsprojekt „Smartkitchen“ untergebracht.

Die HdM möchte in die Höhe bauen

Die Lösung des Flächenproblems: Die Hochschule will ihren sogenannten Technikbau an der Nobelstraße 10 aufstocken. Das Gebäude, welches in den 1970er Jahren erbaut wurde, soll ein zweites Stockwerk erhalten, in dem Seminarräume, Forschungs- und Projektflächen untergebracht werden. „So gewinnt die HdM rund 1800 Quadratmeter Nutzfläche“, heißt es in der Pressemitteilung. „Eine Aufstockung unseres ‚Altbaus’ ist die flächenschonendste und kostengünstigste Möglichkeit“, sagt Rektor Alexander Roos.

Angestrebt sei die Aufstockung so schnell wie möglich. Eine Bedarfsanmeldung beim zuständigen Amt für Vermögen und Bau Baden-Württemberg habe die Hochschule bereits im vergangenen Jahr eingereicht. Inzwischen sei diese genehmigt worden.

Die Kosten beziffert die HdM mit geschätzten sechs Millionen Euro. Sie sollen vollständig aus den Mitteln der Hochschule getragen werden. Baubeginn an der Nobelstraße könnte, wenn es nach den Wünschen der Hochschule geht, im Frühjahr 2020 sein.

Sonderthemen