Stuttgarter Ballett Neues Schulprojekt schickt Tanzpaten

Das neue Patenschaftsprojekt von „Ballett jung“ wendet sich an Fünft- und Sechstklässler. Foto: SB/Ulrich Beuttenmüller
Das neue Patenschaftsprojekt von „Ballett jung“ wendet sich an Fünft- und Sechstklässler. Foto: SB/Ulrich Beuttenmüller

In Bewegung zu kommen und zu bleiben ist das Ziel: Keep moving! heißt das neue pädagogische Projekt des Stuttgarter Balletts, das Tanzpaten an zwei Schulen schickt.

Kultur: Andrea Kachelrieß (ak)
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Stuttgart - Kann ein Tanzprojekt ein Leben verändern? Ja, sagt der britische Choreograf und Pädagoge Royston Maldoom, der den Tanz hinter Gefängnismauern oder in die Straßen von Problemvierteln getragen hat. „Wie kann man an Vorurteilen gegen jemanden festhalten, den man berührt und gehalten hat, auf den man sich körperlich eingelassen hat?“, fragt Maldoom und lässt alle im Tanz Antworten finden.

Auch beim Stuttgarter Ballett will man nicht nur an die positive Kraft der eigenen Kunst glauben, sondern diese jungen Menschen bewusst vermitteln – und tut dies seit zehn Jahren mit der pädagogischen Abteilung „Ballett jung“.

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Die hat sich nun das neue Projekt „Keep moving!“ ausgedacht, das in Kooperation mit Porsche Tanz durch Paten an zwei Schulen bringen wird: Marieke Lieber und Adrian Turner sind die beiden Tanzpaten, die von November bis Mai die sonderpädagogische Konrad-Widerholt-Schule in Kirchheim unter Teck und die Jerg-Ratgeb-Realschule in Herrenberg besuchen, um dort Fünft- und Sechstklässlern für den Tanz zu begeistern.

Sinnbild für ein gutes Miteinander

Was bietet der Tanz für Möglichkeiten – auch um sich und andere neu zu erfahren? Wie bleiben Kopf und Körper in Bewegung? Welche Risiken geht man ein, um sich für Neues zu öffnen? Haltung und Körpergefühl sollen zwei Mal im Monat im Mittelpunkt des Tanzpatenschaftprojekts stehen, eine Intensivwoche im Mai soll dann auf der Bühne in der Cranko-Schule die Ergebnisse zusammenführen und am 21. Mai abschließend präsentieren.

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Vor allem geht es „Keep moving!“ um die sozialen Fähigkeiten, die der Tanz als Sinnbild eines guten Miteinanders braucht und fördert. Nebenbei dürfen die Schüler und Schülerinnen der Kunst auf einer neuen Ebene begegnen sowie Berufe und Arbeitsweisen am Theater kennenlernen.

Junge Menschen zu fördern sei auch ein Herzensthema von Porsche, sagt Alexander Pollich, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Porsche-Deutschland GmbH. Porsche, der Hauptsponsor des Stuttgarter Balletts, ermögliche dieses Patenschaftsprojekt und unterstütze damit, betont Pollich, „ganz konkret Schülerinnen und Schüler in unserer Heimatregion Stuttgart“.




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