Das Stuttgarter Frühlingsfest ist eröffnet Der Wasenbürgermeister Thomas Fuhrmann hat am Samstag das erste Fass des Frühlingsfestes angestochen. Bis zum 14. Mai wird gefeiert.

Sie kann mitunter schwierig sein, diese Aufgabe mit Zapfhahn und Schlegel. Vor allem, wenn man im Alltag vor allem mit einem Taschenrechner umgeht. 24 Schläge brauchte einstmals Kämmerer Michael Föll, bis das Bier sprudelte. Nun ja, dermaßen erschüttert, schäumte es eher. Nachfolger Thomas Fuhrmann präsentierte sich am Samstag im Hofbräu-Zelt als Wasenbürgermeister aber so sparsam wie in seinem ersten Job als Finanzbürgermeister: Nach zwei Schlägen hatte er es geschafft. Der erste Krug füllte sich, das 83. Stuttgarter Frühlingsfest konnte beginnen.

 

Eitel Sonnenschein auf dem Wasen

Und nichts gegen Fuhrmann, er hat seine Aufgabe wunschgemäß erledigt. Aber der Mitarbeiter des Wochenendes kann nur Petrus heißen. Mächtig ins Zeug gelegt hat er sich und dem Wasenrummel eitel Sonnenschein und einen Auftakt nach Maß beschert. Bereits um 12 Uhr war der Platz gut gefüllt, die Menschen waren offenkundig froh, dass das Frühlingsfest kein Etikettenschwindel ist, sondern tatsächlich der Frühling eingekehrt ist.

Großes Programm zur Eröffnungsfeier

Aber Obacht, trotz der Wärme sollte man sich nicht zu sehr frei machen. Der Schwabe spart zwar an vielem, aber nicht an der Hose. Der Württemberger trägt nicht knackig kurz, so wissen Trachtenkundige, allenfalls eine Kniebundhose ist erlaubt. Also Vorsicht, mit kurzer Lederhose macht man sich der kulturellen Aneignung schuldig und verkleidet sich als Bayer.

Aber meine Güte, wer wird schon so engstirnig sein. Wir sind ja so tolerant, dass bei der Eröffnungsfeier ein Schwede auftreten durfte. Wobei, wer Kuddroimer fehlerfrei aussprechen kann, der ist ein Schwabe ehrenhalber. MC Brudaals Eltern sind tatsächlich Schweden, aufgewachsen ist er im Remstal. Er sang: „Stuttgart, Du bisch mei Number ohne“. Damit ist alles gesagt.