Stuttgarter Kunstmuseum Glasschäden werden zum Dauerärgernis

Schön anzusehen, aber anfällig für Schäden: das Kunstmuseum am Schlossplatz. Foto: dpa
Schön anzusehen, aber anfällig für Schäden: das Kunstmuseum am Schlossplatz. Foto: dpa

Die gläserne Hülle des Kunstmuseums in Stuttgart beschäftigt erneut Gutachter und Ämter. Vandalismus und Bauschäden werden langsam teuer.

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Stuttgart - Die gläserne Hülle des Kunstmuseums beschäftigt auch in diesem Jahr wieder Gutachter und Ämter. Vandalismus und Bauschäden sind zum teuren Dauerärgernis geworden. So sollen nach Auskunft des Hochbauamtes im Mai wieder zwei kaputte Scheiben ausgetauscht werden - eine auf dem Dach und eine an der Fassadenseite zum Königsbau. Letztere wurde offenbar in der Silvesternacht mutwillig beschädigt. Der Ersatz ist aufwendig und teuer, weil eine Sonderanfertigung notwendig ist. "Die Kosten liegen bei etwa 12.000 Euro und müssen von der Stadt bezahlt werden", so die Auskunft von Markus Hartung vom Hochbauamt.

Glasversicherung ist teuer

Eine Glasversicherung gibt es nicht, weil diese die Stadt nach eigenen Angaben noch teurer käme. Und das, obwohl der aktuelle Scheibenbruch bereits der sechste in der Fassade des Kunstmuseums ist. Fünfmal sei Vandalismus die Ursache gewesen, einmal ein Materialfehler, heißt es. Einschließlich kleinere Stützteile aus Glas, die auch erneuert werden mussten, beläuft sich die Schadensumme laut Hochbauamt bis jetzt auf rund 150.000 Euro. Hinzu kommen die anhaltenden Schäden an den Oberlichtern auf dem Kleinen Schlossplatz, die man bewusst bisher nicht behoben hat, weil man mit dem Architekten nach einer dauerhaften Lösung suche, so Hartung.

Mit dem aktuellen Dachschaden ist laut Hochbauamt die achte kaputte Scheibe an diesem Teil des Kunstmuseums zu beklagen. Auch dieser Schaden, zu dessen Klärung inzwischen ein Gutachter eingeschaltet sei, werde im Mai behoben. Von den Kosten bleibt der Steuerzahler aber verschont. "Das ist ein Fall von Gewährleistung", so Markus Hartung.

 




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