Stuttgarts marode Brücken Darum bleibt das Tempolimit auf der Löwentorbrücke
Nach Abschluss der Sanierung muss das Bauwerk in Stuttgart-Nord noch rund zehn Jahre halten, bevor es abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird.
Nach Abschluss der Sanierung muss das Bauwerk in Stuttgart-Nord noch rund zehn Jahre halten, bevor es abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird.
Die Sanierung der Löwentorbrücke in Stuttgart-Nord ist zwar noch nicht ganz abgeschlossen, allerdings kann die Heilbronner Straße stadtein- und stadtauswärts wieder zweispurig befahrbar werden. „Ab dem Frühjahr sind noch Restarbeiten und auch weitere Instandsetzungsarbeiten unter der Brücke erforderlich“, sagt der Stadtsprecher Oliver Hillinger. In weiteren Bauabschnitten werde noch der Beton an der Unterseite der Brücke instand gesetzt, über den Gleisanlagen der Deutschen Bahn. Außerdem muss die Entwässerung repariert werden.
Was das umfangreiche Maßnahmenpaket unterm Strich kosten wird, könne deshalb noch nicht beziffert werden. Allerdings gehen die Verantwortlichen beim Tiefbauamt davon aus, dass der prognostizierte Kostenrahmen von 2,2 Millionen Euro nur geringfügig überschritten werde.
Die Sanierung der Brücke begann Ende Mai vorigen Jahres. Nach wenigen Wochen wurde allerdings asbesthaltiges Material entdeckt, was den Zeitplan verzögerte. Zudem waren die Instandsetzungsmaßnahmen am Fahrbahnbelag und an der Abdichtung umfangreicher als geplant. Teilweise ist das Bauwerk, das zwischen 1922 und 1928 errichtet und 1961 erweitert worden war, eben hundert Jahre alt. Mittelfristig muss die Löwentorbrücke deshalb abgerissen und neu gebaut werden. Das Tiefbauamt geht davon aus, dass dies in etwa zehn Jahren geschieht.
Tempo 30 bleibe erhalten, vermutet Hillinger. Denn eine reduzierte Höchstgeschwindigkeit wirke sich positiv auf die Lasteinwirkungen auf die Brücke aus. Die ist erheblich: außer 40 000 Kraftfahrzeuge rollen auch drei Stadtbahnlinien täglich über die Brücke, in der Hauptverkehrszeit bedeutet das alle eineinhalb Minuten ein Zug.