ExklusivStuttgarts OB Kuhn zur Luftqualität Feinstaubalarm wird fortgesetzt

Von und Jan Sellner 

Die Feinstaubbelastung im Stuttgarter Kessel geht zurück, ebenso die Stickoxidbelastung. Dennoch wird bei entsprechender Wetterlage vom 15. Oktober an wieder Feinstaubalarm ausgerufen werden. Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn erklärt warum.

Eine Anzeige, die in Stuttgart wohl auch im kommenden Winter wieder aufleuchten wird. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Eine Anzeige, die in Stuttgart wohl auch im kommenden Winter wieder aufleuchten wird. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Auch in diesem Herbst wird in Stuttgart Feinstaubalarm ausgerufen werden, wenn die Wetterlage dies nahelegt. Das kündigte Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) im Gespräch mit unserer Redaktion an: „Wir haben gute Aussichten, dass wir 2018 die Grenzwerte beim Feinstaub zum ersten Mal einhalten. Da wir das jetzt, Ende August, aber nicht definitiv wissen können, wird es dieses Instrument auf jeden Fall nochmals geben.“ Die von der Stadt definierte Feinstaubperiode beginnt in diesem Jahr am 15. Oktober und endet Mitte April 2019. „Ob es im Herbst 2019 eine Fortsetzung gibt, hängt von den Ergebnissen 2018 ab“, sagte der Stuttgarter OB. Gleichzeitig verteidigte er die umstrittene Maßnahme. „Der Feinstaubalarm ist das völlig richtige Instrument, um die Menschen zu mobilisieren und allen ins Bewusstsein zu rufen, dass wir da ein riesiges Problem haben. Das sind wir mit Nachdruck angegangen.“ Ob es von Herbst 2018 an auch wieder ein verbilligtes VVS-Ticket geben wird, ist offen. „Die Details sind noch nicht entschieden“, teilte die Stadtverwaltung mit.

In der vergangenen Feinstaubalarm-Periode, die vom 15. Oktober 2017 bis zum 15. April dieses Jahres dauerte, wurde, hat die Stadt elfmal Feinstaubalarm ausgerufen, der insgesamt 56 Tage andauerte. Der Alarm wird ausgelöst, sobald der Deutsche Wetterdienst für mindestens zwei aufeinanderfolgende Tagen ein stark eingeschränktes Austauschvermögen der Atmosphäre prognostiziert. An Feinstaubalarm-Tagen sind die Bürger aufgerufen, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen und Komfortöfen nicht zu benutzen.

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