SV Fellbach, FC Wangen Mehrere besondere Momente
Jonas Hess gibt seinen Einstand in der Verbandsliga, Nikola Jelic kehrt zurück, und abends lassen die Fellbacher ihre auch zuletzt erfolgreichen Bemühungen nicht zu knapp ausklingen.
Jonas Hess gibt seinen Einstand in der Verbandsliga, Nikola Jelic kehrt zurück, und abends lassen die Fellbacher ihre auch zuletzt erfolgreichen Bemühungen nicht zu knapp ausklingen.
Am Schluss dieser Begegnung und am Schluss dieses Fußballjahres war die Zeit gekommen für besondere Momente. Mario Marinic, der Cheftrainer mit Sinn für die kleinen, großen Gesten, beorderte Jonas Hess noch für ein paar Minuten auf den Kunstrasen, ein Eigengewächs aus der zweiten Vertretung des SV Fellbach. Für den 19-jährigen Sohn von Joachim Hess, ehemaliger Flügelflitzer und jetzt im Vorstandsteam der Fellbacher Weingärtner, war das die Premiere in der Verbandsliga. Mit dem Nachwuchsakteur lief Nikola Jelic über die Seitenlinie auf das Feld. Der Defensivspezialist, 26, ist zwar schon seit 2017 Teil der ersten Mannschaft des SVF, hat aber seit mehr als einem Jahr kein Spiel mehr absolvieren können. Am 27. November 2021 trug Nikola Jelic aus einer Auswärtspartie beim FSV Hollenbach eine Meniskusverletzung davon. Die Genesung zog sich infolge von Komplikationen viel länger hin als erhofft, länger gar noch als nach einem Kreuzbandriss. Erst am Samstag hat er wieder, für ein paar besondere Momente, das Trikot mit der Nummer 8 auf den Platz gebracht. Das Geschehen war da schon gelaufen. Das Fellbacher Team um Charalambos Parharidis und den Kapitän Leon Braun, unseren Spieler des Tages beim SVF, lag mit 3:1 vorn gegen die Gäste des FC Wangen, die sich in doppelter Unterzahl abmühen mussten. Fabijan Domic, Leon Braun und Matteo Binner hatten – bei einem Gegentor von Kaan Basar – die Treffer zum zehnten Saisonsieg erzielt. Die Akteure um Mario Marinic („Es macht Spaß, den Jungs zuzuschauen“), mit 32 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz, können auf eine trotz aller personellen Einschränkungen erfolgreiche erste Saisonphase zurückblicken. Zum Vergleich: In der vorherigen Runde hatte der SVF nach 19 Spielen lediglich 21 Punkte beisammen. Ihre erfreuliche Ausbeute war für die Fellbacher Fußballer allemal Grund, bei der anschließenden Weihnachtsfeier in der angemessen festlich dekorierten Klause im Sportzentrum an der Esslinger Straße die Bemühungen nicht zu knapp ausklingen zu lassen. Bei der Party nach der letzten Partie 2022 – und mit ein paar besonderen Momenten mehr.
Haris Krak, der Trainer der Landesliga-Fußballer des TV Oeffingen, ist auch nach dem 2:2 vom Sonntag daheim gegen den SV Allmersbach noch immer davon überzeugt, dass die Mannschaft den Abstieg verhindern kann. Fakt ist jedoch, dass der TVOe als Vorletzter in die Winterpause geht und nunmehr schon 13 Punkte Rückstand auf die Nichtabstiegszone hat, die bei Rang elf beginnt. Platz zwölf zieht nach derzeitigem Kenntnisstand die Abstiegsrelegation nach sich, vom 13. Tabellenrang an müssen die Vereine den direkten Weg in die Bezirksliga antreten. „Daran wird sich wohl nichts ändern, auch wenn, so wie es aussieht, nur die SKV Rutesheim in unsere Staffel kommt“, sagt Haris Krak. Denn der Württembergische Fußballverband (WFV) will die Landesliga wieder auf eine Sollstärke von 16 Mannschaften reduzieren. „Wir peilen den elften Platz an, und dafür werden wir uns, wenn es geht, in der Winterpause verstärken“, sagt der 42-Jährige, der bereits den einen oder anderen Spieler im Blick hat. „Wir werden alles tun, was möglich ist, um den Abstieg zu verhindern“, sagt der Oeffinger Trainer. Das tat am Sonntag beim Unentschieden gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten SV Allmersbach, der mit acht Punkten Vorsprung einen Rang vor dem TVOe steht, auch Georgios Liakas. Der 19-jährige Spieler des Tages, der im Sommer von den A-Junioren des VfR Aalen gekommen war, war einer der Unermüdlichsten in der Oeffinger Mannschaft.