Zuletzt durfte dann auch noch der Trainer Marc Laurich strahlen. Denn in Sofia Weber und Zoey Stengel haben es gleich zwei Nachwuchs-Judokas des SV Fellbach beim eigenen 29. Kappelbergturnier in der Gäuäckerhalle I als jeweils Zweite ihrer Gewichtsklasse in der Altersklasse U13 am Sonntag aufs Siegertreppchen geschafft. Wobei besonders die Leistung von Sofia Weber hervorzuheben ist. Von ihren drei Kämpfen in der Gewichtsklasse bis 30 Kilogramm gewann sie zwei und musste sich nur der Siegerin Julie Schurr von der Spvgg Besigheim geschlagen geben. „Ich bin total zufrieden mit den Auftritten der beiden“, sagt der 20-jährige Marc Laurich, der schon seit seinem 14. Lebensjahr als Trainer beim SV Fellbach tätig ist. Glücklich über die Silbermedaille waren am Ende auch die beiden Kämpferinnen, nachdem der erste Ärger über den jeweils verlorenen Kampf verflogen war.
Manche Kämpfen sind nach Sekunden vorbei
Insgesamt 376 Judokas aus 68 Vereinen aus den Verbänden Baden, Württemberg und Bayern haben am Samstag und Sonntag in den Altersklassen U18, U15 und U13 ihre Besten gesucht. Gekämpft wurde zeitgleich auf vier Matten. Die reine Kampfzeit bei der U13 und U15 betrug drei Minuten, bei der U18 vier Minuten. Dabei gab es Kämpfe, die über die gesamte Zeit gingen, manche waren aber auch schon nach Sekunden zu Ende. Dann, wenn einem Protagonisten ein technisch sauberer Wurf gelungen war und er dafür mit einem Ippon belohnt wurde. Diese höchste Wertung wurde an beiden Tagen mehrmals von den Kampfrichtern gegeben.
Drei Jungs vom Gastgeber bei der U13 am Start
Die meisten Meldungen gab es bei der männlichen U13 mit 123 Kämpfern. Drei davon vertraten die Farben des Gastgebers: Niklas Klumpp, Sebastian Hass und Simon Mödinger. Die drei Gelb-Gurt-Träger hatten trotz guter Leistungen nach jeweils zwei Niederlagen in ihren Gewichtsklassen aber nichts mit der Medaillenvergabe zu tun. Ebenso wenig wie Gabriel Karadhzov, der tags zuvor bei der männlichen U15 gefordert war. Er belegte in der Gewichtsklasse bis 46 Kilogramm den vierten Platz.
Dass bei der männlichen U15 kurzfristig wegen krankheitsbedingter Absagen deutlich weniger Teilnehmer am Start waren als ursprünglich gemeldet, hat die Macher um den Turnierleiter Ralph Burgel zunächst etwas ins Schwitzen gebracht. „Das war ein Ausfall von rund 25 Prozent. Unsere ganzen Zeitpläne haben nicht mehr gepasst“, sagt Burgel, der letztlich mit seinem Team, zu dem auch Martina Bobert zählte, die Leiterin der rund 450 Mitglieder starken Budo-Abteilung (davon etwa 180 Judokas), alles in den Griff bekam.
Die weiblichen Judokas vom JZ Heubach überzeugen
Alles bestens im Griff hatten auch die weiblichen Judokas des JZ Heubach. Sie gewannen in den Altersklassen U15 (22 Vereine) und U13 (35) jeweils die Vereinswertung und durften somit zwei Pokale mit nach Hause nehmen. Bei der männlichen U18 siegte in dieser Kategorie die Judoschule Roman Baur aus Leonberg unter 37 Vereinen, bei der weiblichen U18 die TG Biberach (17), bei der männlichen U15 die TSG Backnang (35) und bei der männlichen U13 der JC Bietigheim (41).
Dass die Gastgeber in diesen Rankings keine Rolle spielten, lag an der geringen Teilnehmerzahl von nur sechs Judokas. „Wir hätten schon noch Kämpfer gehabt, aber die haben noch keinen gelben Gürtel“, sagt Martina Bobert. Der aber sei Voraussetzung, um bei einem Turnier starten zu dürfen. Vielleicht sind es ja bei der 30. Turnierauflage 2024 wieder ähnlich viele wie beim Event 2019, vor Corona, als 19 Judo-Schüler dabei waren. Und dann hätte vielleicht auch Marc Laurich des Öfteren Grund zu strahlen.