Sydney Täter sticht auf Frau in Sydney ein und verfolgt weitere Passanten

Von red/AFP 

In Sydney sticht ein Mann auf eine Passantin ein und verfolgt weitere Menschen. Kurz vor seiner Festnahme schreit er unter anderem „Allahu Akbar“ und „Erschießt mich“

In Sydney hat ein Mann auf eine Frau eingestochen. Foto: AFP
In Sydney hat ein Mann auf eine Frau eingestochen. Foto: AFP

Sydney - Im Zentrum Sydneys hat ein Mann auf offener Straße auf eine Frau eingestochen und versucht, weitere Menschen zu attackieren. Die australische Polizei nahm den Verdächtigen am Dienstag nach eigenen Angaben fest. In Fernsehberichten war zu sehen, wie der Mann mit einem Messer auf das Dach eines Autos sprang und „Allahu Akbar“ sowie „Erschießt mich“ rief. Passanten überwältigten den Mann schließlich.

Der Zustand der angegriffenen Frau ist der Polizei zufolge stabil. Demnach gibt es keine weiteren Verletzten. Der Verdächtige habe aber mehrfach versucht, weitere Menschen mit dem Messer anzugreifen, teilte die Polizei mit. Die Beamten erklärten, Berichte über die Ausrufe des Mannes während der Tat erhalten zu haben, wollten sich jedoch noch nicht auf ein Motiv festlegen. Seine Kollegen würden die Ermittlungen „sehr unvoreingenommen“ fortsetzen, sagte Polizeisprecher Gavin Wood.

Polizei lobt Mut der Passante

Die Augenzeugin Megan Hayley sagte der Nachrichtenagentur AFP, der etwa 20 bis 30 Jahre alte Mann habe kurz nach Mittag mit einem großen Küchenmesser in einem geschäftigen Büroviertel mehrere Menschen verfolgt. „Fünf oder sechs“ Passanten hätten versucht, ihn aufzuhalten. Vor zwei beliebten Cafés im Herzen der Innenstadt sei es ihnen dann gelungen, den Angreifer auf den Boden zu drücken. Die Polizei lobte den Mut der Passanten. „Diese Menschen sind Helden“, sagte Wood.

Im November vergangenen Jahres war ein aus Somalia stammender Mann in der Innenstadt von Melbourne mit einem Messer auf Passanten losgegangen. Er erstach einen Cafébesitzer und verletzte zwei weitere Passanten. Dann attackierte er eintreffende Polizisten und wurde schließlich von einem der Beamten erschossen. Nach Behördenangaben berief sich der Angreifer auf die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), hatte aber keinen direkten Kontakt zu ihr.