Technisches Hilfswerk in Leonberg Das THW blickt auf ein erlebnisreiches Jahr zurück
36 Einsätze forderten die Helfer des Technischen Hilfswerks in Leonberg im vergangenen Jahr. Einige davon waren recht ungewöhnlich.
36 Einsätze forderten die Helfer des Technischen Hilfswerks in Leonberg im vergangenen Jahr. Einige davon waren recht ungewöhnlich.
Insgesamt 18 000 Kilometer haben sie bei 36 Einsätzen im vergangenen Jahr zurückgelegt, 23 760 Stunden waren sie im Einsatz, haben sich um die Instandhaltung der Ausrüstung gekümmert und viel Zeit in ihre Fortbildung investiert. Sie, das sind die 86 Helferinnen und Helfer des Leonberger Technischen Hilfswerks (THW), die ihr Geschick ehrenamtlich bei unterschiedlichsten Gelegenheiten beweisen.
Wie vielseitig und spannend ihre Arbeit ist, zeigt der Rückblick auf das Jahr 2023, zu dem das THW befreundete Helfer wie das DRK, die Polizei, die Feuerwehr sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung anlässlich ihres Jahresempfangs eingeladen hat. Trotz unruhiger Zeiten kann der Ortsbeauftragte Matthias Schultheiß über ein normales, wenn auch arbeitsreiches THW-Jahr berichten, allerdings ein Jahr, in dem das THW aufgrund der allgemeinen Preissteigerungen sehr schwäbisch haushalten musste, weil der Bundesbehörde insgesamt ein Sparkurs verordnet wurde. Dennoch präsentiert sich das Leonberger THW wie gewohnt als zuverlässiger Partner für den Bevölkerungsschutz und ist auch bei ungewöhnlichen Einsätzen immer vorne mit dabei. Das gilt für die Standardthemen, bei denen die Helfer von der Polizei oder der Feuerwehr angefordert werden.
Ein Beispiel dafür ist die Eigentumssicherung: wenn zum Beispiel Türen oder Scheiben von Wohnungen oder Geschäften gesichert werden müssen. Das gilt aber auch für die technische Hilfe auf den Autobahnen rund um Leonberg. Dies sind die beiden Einsatzformen, für die das THW am häufigsten angefordert wird. Aber auch ganz ungewöhnliche Einsätze gab es im Jahresverlauf. 2023 transportierte das THW beispielsweise mehrfach Hilfsgüter an die ukrainische Grenze.
Aber auch direkt vor der eigenen Haustür gab es jede Menge zu tun. Im Leonberger Stadtpark sorgte der Videodreh eines Rappers für einen außergewöhnlichen Einsatz. Aufgrund eines Aufrufs in den sozialen Medien kam es dort nämlich zu einer unangemeldeten Versammlung. Das THW wurde von der Polizei zur Unterstützung gerufen, um die Abfahrt der angereisten Fans besser lenken zu können und Konflikte mit dem fließenden Verkehr zu verhindern. Und auch dem Leonberger Hospiz konnte beim vorübergehenden Umzug in das Leonberger Krankenhaus geholfen werden. Gemeinsam mit Feuerwehr und DRK wurden Patienten und Mobiliar ins Krankenhaus transportiert und anschließend wieder zurückgebracht.
Noch residiert das THW in der Leonberger Mollenbachstraße, aber der Umzug auf ein größeres Gelände ist bereits geplant, wobei das tatsächliche Datum noch in einiger Ferne liegt. Selbst Landrat Roland Bernhard mit dem Land als Eigentümer der Straßenmeisterei, dem geplanten neuen Domizil des THW an der Niederhofenstraße, kann keinen genauen Termin nennen. Fest steht nur der Umzug der Straßenmeisterei im Mai nach Magstadt. Der FDP Bundestagsabgeordnete Florian Toncar konnte beim Jahresempfang berichten, dass die Unterlagen derzeit im Staatlichen Hochbauamt in Reutlingen zur Prüfung liegen, was noch einige Zeit dauern könne. Zudem erfolge aktuell innerhalb des bundesweiten THW aus Kostengründen eine Priorisierung anstehender Arbeiten an den Liegenschaften.
Lohn für die viele Arbeit der Menschen im THW sind die Ehrungen als Anerkennung für langjährige Dienste. Ein besonderes Jubiläum kann der Ortsbeauftragte Matthias Schultheiß feiern, er vollendete 40 Dienstjahre. Nach verschiedenen Stationen wurde er 2010 Ortsbeauftragter des THW.
Für ihr überdurchschnittliches Engagement über mehrere Jahre wurden außerdem Rüdiger Hees und Maximilian Kotowsky mit dem Helferzeichen in Gold ausgezeichnet, Michael Gruhne und Immanuel Munzinger erhielten das Helferzeichen in Gold mit Kranz, die höchstmögliche Auszeichnung des THW.
Weiterhin ausgezeichnet wurden Daniel Reger (für 30 Jahre), Craig Messner (für 25 Jahre), Daniel Lok, Immanuel Munzinger, Dominik Schühle und Vanessa Vogl (für 20 Jahre) sowie Jannik Braun und Moritz Klumpp (für zehn Jahre).