Tennis: TEC Waldau Silber für den Tausendsassa, der auch Promi-Geheimnisse für sich behält

Im Tennis zu Hause, aber nicht mehr selbst aktiv auf dem Platz: Thomas Bürkle. Foto: /privat

Thomas Bürkle, Geschäftsführer des TEC Waldau, ist vom Deutschen Tennis-Bund für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet worden.

Reporter: Torsten Streib (tos)

Zugegeben, seine Fähigkeiten mit dem Tennisschläger waren überschaubar. „Ich hatte Einsätze in der Herren-Bezirksliga“, sagt Thomas Bürkle und ergänzt schmunzelnd: „Aber mein Rückhand-Slice war richtig gut, den kann ich bestimmt heute noch“. Zuletzt präsentierte er diesen im Jahr 2007 – Schulter- und Rückenprobleme zwangen den heute 61-Jährigen zum Rückzug vom aktiven Sport. Gleichwohl ist er dem vormals „weißen Sport“ erhalten geblieben, nämlich als Geschäftsführer des TEC Waldau und in anderen Funktionen.

 

Sprecher der Damen-Bundesliga

Auch beim Deutschen Tennis-Bund (DTB), auf dessen Mitgliederversammlung dem Wahl-Birkacher kürzlich die Ehrennadel in Silber überreicht wurde – „für seinen langjährigen Einsatz für das deutsche Tennis“, sagte der Präsident Dietloff von Arnim.

Bedingung für die Auszeichnung: mindestens zehn Jahre in einem Ausschuss des DTB ehrenamtlich tätig sein. Eine Hürde, die Bürkle locker genommen hat. Als Sprecher der Damen-Bundesliga war er bis zum Abstieg der Waldau-Frauen von 1999 bis 2014 tätig, seit dem Wiederaufstieg 2016 ist er es erneut. Seine Aufgabe: die Interessen der Vereine gegenüber dem Tennisverband zu vertreten. Diskussionen und Unstimmigkeiten sind da nicht ausgeschlossen, doch „das Miteinander über all die Jahre ist sehr respektvoll und konstruktiv, so wie es sein muss“, sagt der 61-Jährige, der kurz vor seiner Ehrung eben in seiner Funktion als Sprecher mit den DTB-Sportwarten nicht einig wurde. „Ich habe Spieltermine für die kommende Runde vorgeschlagen, sie waren damit nicht einverstanden.“

Der aus Weilimdorf stammende Bürkle ist zudem seit vielen Jahren Turnierdirektor der ITF-Damenturniere in Hechingen und Horb sowie sportlicher Leiter des Turnierbüros beim Porsche-Grand-Prix im Neckarpark. Aktuelle und ehemalige Weltklassespielerinnen kennt er persönlich, hat so manche auch schon außerhalb des Tenniscourts zufällig getroffen. Wie zum Beispiel Ana Ivanovic im Jahr 2014 – gleich an zwei unterschiedlichen Orten im australischen Sydney. Die Begleitung der ehemaligen Weltranglistenersten war beide Mal dieselbe: Bastian Schweinsteiger, ihr heutiger Ehemann. „Wir haben uns kurz unterhalten. Unter der Bedingung, das Ganze für mich zu behalten und nicht weiterzugeben, durfte ich mit ihnen ein Foto machen.“ Ehrensache für den Tennis-Tausendsassa, die Liaison zwischen dem Fußballer und der Tennisspielern war damals noch nicht offiziell.

Seit fast 39 Jahre Geschäftsführer

Seit fast 39 Jahren ist Bürkle nun schon Geschäftsführer beim Tennisclub von der Waldau. Zu seinen dortigen Hauptaufgaben gehören die Finanzierung des Leistungssports – „es wird immer schwieriger, Sponsoren zu finden“ – sowie die Mitgliederbindung als auch -gewinnung. Darin liegen eindeutig seine größeren Fähigkeiten als im selber Tennisspielen.

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