Termine am 1. November Allerheiligen ist kein Fest der Trauer

Von Kathrin Klette 

Was hinter dem Feiertag am 1. November steckt, erklärt der katholische Pfarrer Anton Gruber.

Der heilige St. Martin ist einer der bekanntesten Heiligen. Nicht nur seiner wird am Fest zu Allerheiligen gedacht. Foto: pixabay
Der heilige St. Martin ist einer der bekanntesten Heiligen. Nicht nur seiner wird am Fest zu Allerheiligen gedacht. Foto: pixabay

Allerheiligen - Totensonntag, Volkstrauertag, Allerseelen – was die Feier- und Gedenktage angeht, ist der November nicht gerade für seine Fröhlichkeit und Unbeschwertheit bekannt. Dabei wird er von einem überaus positiven Fest eingeleitet. Am 1. November ist Allerheiligen, und das ist alles andere als ein Fest der Trauer, weiß der katholische Pfarrer Anton Gruber, leitender Pfarrer der Seelsorgeeinheit Clebora, der die katholischen Pfarreien in Renningen, Rutesheim und Weissach angehören. „Der 1. November ist der Tag, der uns die Prognose verheißt: Wir dürfen alle in die Herrlichkeit des Himmels eingehen.“

Verknüpfung mit Allerseelen

Dass die Menschen mit diesem Tag trotzdem oft Trauer und Totengedenken verbinden, liegt nach Grubers Erfahrung an der Verknüpfung mit Allerseelen am 2. November. An diesem Tag wird im Christentum aller Verstorbenen gedacht, die Gläubigen besuchen dann die Gräber ihrer Lieben. „Aber weil das kein Feiertag ist, wird der Friedhofsbesuch oft auf den 1. November vorverlegt.“

Doch was wird an Allerheiligen eigentlich gefeiert? Der Name sagt es bereits: An diesem Tag wird speziell der Heiligen gedacht. Doch es steckt weit mehr dahinter, wie Anton Gruber erklärt. Denn es geht nicht nur um berühmte Namen wie St. Martin oder St. Nikolaus, nicht nur um die sogenannten kanonisierten Heiligen. „Heilig sind nicht nur die, die vom Papst heilig gesprochen werden.“ Ihre Zahl sei um vieles größer. Allerheiligen ist daher das große Fest der Verheißung für alle Menschen, die auf Erlösung hoffen. „Man darf auch nie vergessen: Heiligkeit hat nichts zu tun mit Makellosigkeit.“

Termine in und um Leonberg

In den katholischen Kirchengemeinden in Leonberg, Renningen, Rutesheim, Weissach und im Enzkreis wird Allerheiligen mit mehreren Gottesdiensten begangen. Auch Gräberbesuche sind geplant. In der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer in Leonberg finden Eucharistiefeiern um 9.30 Uhr im Edith-Stein-Haus statt, um 10 Uhr in St. Johannes, um 11 Uhr in italienischer Sprache im Edith-Stein-Haus, um 11.30 Uhr in St. Michael (Höfingen) sowie um 11.45 Uhr in kroatischer Sprache in St. Johannes. Gräberbesuche sind im Anschluss an die 11-Uhr-Feier auf dem Waldfriedhof, um 14 Uhr auf dem Friedhof Höfingen sowie um 15 Uhr erneut auf dem Waldfriedhof.

Die St.-Bonifatius-Gemeinde in Renningen lädt am 1. November um 9.30 Uhr zur Eucharistiefeier im Gemeindehaus in Malmsheim (Wes­terfeldstraße 19) ein, um 10.45 Uhr ist Feier in der Kirche in Renningen mit der Schola. Es musiziert das Bonifatius-Consort. Um 14 Uhr ist Gräberbesuch auf dem Friedhof Renningen, um 15 Uhr in Malmsheim.

Die Gemeinde St. Raphael in Rutesheim begeht Allerheiligen mit einem Hochamt mit Totengedenken in der Kirche St. Raphael. Um 13 Uhr ist Gräberbesuch auf dem Friedhof in Perouse, um 14 Uhr auf dem Friedhof Rutesheim.

Ebenfalls ein Hochamt mit Totengedenken ist in der Kirche St. Clemens in Weissach geplant. Beginn ist um 10.45 Uhr. Am Nachmittag um 15 Uhr ist Gräberbesuch auf dem Friedhof Flacht, um 16 Uhr auf dem Friedhof Weissach.

Im Enzkreis ist das Hochfest zu Allerheiligen von der Seelsorgeeinheit Süd im Dekanat Mühlacker am 1. November um 10.30 Uhr in der Erlöserkirche in Wimsheim. Gräberbesuch ist um 15 Uhr auf dem Friedhof in Friolzheim.




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