Thronwechsel in den Niederlanden Nun folgt der Königsalltag für Willem-Alexander

Nach dem feierlichen Thronwechsel hat für den neuen König der Niederlande der Alltag begonnen. Als erstes standen ein Brunch mit Ehrengästen aus anderen Königshäusern und deren Verabschiedung auf dem Willem-Alexanders Programm. Foto: dpa 34 Bilder
Nach dem feierlichen Thronwechsel hat für den neuen König der Niederlande der Alltag begonnen. Als erstes standen ein Brunch mit Ehrengästen aus anderen Königshäusern und deren Verabschiedung auf dem Willem-Alexanders Programm. Foto: dpa

Für Willem-Alexander, den neuen König der Niederlande, hat der Alltag begonnen. Als erstes standen ein Brunch mit Ehrengästen aus anderen Königshäusern und deren Verabschiedung auf dem Programm.

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Amsterdam - Nach dem feierlichen Thronwechsel hat für den neuen König der Niederlande der Alltag begonnen. Willem-Alexanders erste Pflicht war am Mittwoch zunächst noch einmal die des Gastgebers: Für den Vormittag standen ein Brunch mit Ehrengästen aus anderen Königshäusern und deren Verabschiedung auf dem Programm. Nach den Feiern zur Thronübergabe von Beatrix zu Willem-Alexander kommt rasch die erste auch politisch bedeutsame Aufgabe auf das neue Staatsoberhaupt zu: Am Samstag (4. Mai) wird der Monarch am jährlichen Gedenken für die Kriegstoten in Amsterdam teilnehmen.

Willem-Alexander hatte bei seiner Vereidigung als neuer König am Dienstag erklärt, er werde eine „andere Persönlichkeit in einer anderen Zeit“ sein. Das zeigte der 46-Jährige schon am Abend, als er spontan auf Musiker zuging und sich bei ihnen bedankte. Das sei doch ein moderner Stil, kommentierte der Historiker Herman Pleij im Fernsehen. „Die Sicherheitsleute werden sich daran gewöhnen müssen.“

In seiner Rede bei der Vereidigung hatte Willem-Alexander zuvor erklärt: „Der König hat sein Amt im Dienste der Gemeinschaft auszuüben.“ Dabei sei ihm bewusst, dass er den Thron in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit übernehme, „in der viele im Königreich sich verletzlich oder unsicher fühlen“.

Der neue Mann auf dem Oranje-Thron - der erste nach 123 Jahren unter Herrscherinnen - unterscheide sich nicht nur im Stil, sondern auch inhaltlich von seiner Mutter, hieß es am Mittwoch in Kommentaren niederländischer Medien. So sehe Willem-Alexander für sich unter anderem konkrete Aufgaben bei der Förderung der außenwirtschaftlichen Beziehungen seines Landes, schrieb der „Volkskrant“.

Unzählige Niederländer und viele Touristen hatten bis in den späten Abend gefeiert: vor allem in Amsterdam, aber auch in vielen anderen Städten. Bei der Amsterdamer Riesenparty wurden fast 100 Menschen festgenommen. Meist sei es aber nur um kleinere Vergehen gegangen, teilte die Polizei mit. Insgesamt seien die ausgelassenen Partys sehr friedlich verlaufen. Zudem sei die Zahl der Festnahmen im Vergleich zu ähnlichen Open-Air-Partys in der niederländischen Hauptstadt in den vergangenen Jahren deutlich geringer gewesen.

Als die schwersten Vorfälle nannte die Polizei zwei Messerstechereien. Dabei seien drei Menschen leicht verletzt worden. Die Behörden hatten mit bis zu einer Million Besuchern gerechnet. Angaben zur tatsächlichen Zahl wurden am Mittwoch zunächst nicht gemacht. Zur Absicherung der Straßenfeste und der Thronwechsel-Zeremonien, an denen Vertreter von Königshäusern aus aller Welt teilnahmen, waren 12 500 Polizisten im Einsatz.

Willem-Alexander und seine Frau Máxima bleiben mit ihren drei Töchtern zunächst in ihrer Villa in Wassenaar bei Den Haag wohnen. Später wollen sie in das Schloss von Beatrix, Huis ten Bosch am Rand von Den Haag, umziehen. Beatrix kehrt dann in das kleine Kastell Drakensteyn bei Utrecht zurück, wo sie schon vor ihrem Amtsantritt gewohnt hatte, als die Kinder noch klein waren.

 




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