Tödlicher Unfall bei Tübingen Angeklagte äußern sich nicht zu Tatvorwürfen

Von red/dpa 

Ein Fußgänger wird im April 2019 überfahren, der mutmaßliche Verursacher und sein Beifahrer rufen erst nach eineinhalb Stunden den Notruf. Jetzt stehen beide Männer wegen des Vorfalls vor Gericht.

Vor dem Landgericht Tübingen muss sich ein 24-Jähriger wegen fahrlässiger Tötung, versuchten Mordes und unerlaubten Entfernens vom Unfallort verantworten. Foto: dpa/Tom Weller
Vor dem Landgericht Tübingen muss sich ein 24-Jähriger wegen fahrlässiger Tötung, versuchten Mordes und unerlaubten Entfernens vom Unfallort verantworten. Foto: dpa/Tom Weller

Tübingen - Zwei Männer, die bei Tübingen einen Fußgänger überfahren und schwer verletzt liegen gelassen haben sollen, haben sich zum Prozessauftakt nicht zu den Tatvorwürfen geäußert. Das Unfallopfer starb infolge des Aufpralls. Der 24 Jahre alte Fahrer muss sich seit Donnerstag vor dem Landgericht Tübingen wegen fahrlässiger Tötung, versuchten Mordes und unerlaubten Entfernens vom Unfallort verantworten.

Sein 21-jähriger Beifahrer ist wegen unterlassener Hilfeleistung angeklagt. Laut Staatsanwaltschaft alarmierten sie erst anderthalb Stunden nach dem Unfall im April 2019 den Notruf. Der Fall sei strafrechtlich nicht einfach aufzuarbeiten, sagte der Vorsitzende Richter Ulrich Polachowski. Nach bisherigem Kenntnisstand gehe die Kammer davon aus, dass das Opfer auch bei sofortiger Information des Rettungsdienstes nicht zu retten gewesen wäre.