Töpfern fürs Tanzen Wie Keramik eine Ballettschule in Stuttgart retten soll

Helene Pfennig hat ihr eigenes Töpferstudio ins Leben gerufen, um mit Keramik-Unikaten ihre Ballettschule zu retten. Foto: Petit Cadeau 5 Bilder
Helene Pfennig hat ihr eigenes Töpferstudio ins Leben gerufen, um mit Keramik-Unikaten ihre Ballettschule zu retten. Foto: Petit Cadeau

Seit fast einem Jahr darf Ballettlehrerin Helene Pfennig ihre Schüler:innen nicht mehr unterrichten. Die Krise hat sie hart getroffen. Doch Corona lässt viele eben auch kreativ werden und so brachte die ambitionierte Tänzerin ihr eigenes Töpferstudio an den Start, mit dem sie ihre Ballettschule retten will.

Stadtkind: Tanja Simoncev (tan)
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Stuttgart – Corona, Krisenstimmung und Co. begleiten uns nun schon seit über einem Jahr. Und ein Ende scheint nicht in Sicht. Besonders hart trifft es Selbständige, Künstler und die Gastronomie. Was also tun, wenn nicht nur die Lage aussichtlos erscheint?

Für Helene war und ist Aufgeben keine Option. Sie will die Ballettschule retten, die ihre Mutter vor über 50 Jahren gegründet und sie selbst vor ein paar Jahren übernommen hat. Und wenn die Krise uns eines gezeigt und gelehrt hat, dann dass kreative Notlösungen ganz schön naheliegend sein können.

"Dieses 'Nichts-dagegen-tun-können' und zu warten, bis ich endlich wieder meiner Leidenschaft – dem Tanzen – nachgehen kann, und zwar live und nicht via Video hat mich innerlich an-, aber glücklicherweise nicht aufgefressen."

Töpfern fürs Tanzen

Für Helene war klar: "Ich muss was tun!" Also nahm sie sich einen der leerstehenden Räume in der Tanzschule vor und machte daraus ihr eigenes Töpferstudio. Ihr Antrieb dabei: "Ich dachte mir, vielleicht bin ich bald so gut, dass ich mit dem Verkauf der 'Petits Cadeaux' (kleine Geschenke) die Ballettschule vor dem Aus retten kann."

"Petit Cadeau" war geboren

Doch wer einmal getöpfert hat, der weiß: Gar nicht so einfach! Auch Helene musste diese Erfahrung machen – und das alles ohne Brennofen, dafür aber mit kleinem Kind auf dem Arm und jeder Menge Ton, der ihr um die Ohren flog.

 

Doch warum den perfekten Becher töpfern wollen, wenn man bei handgemachten Sachen doch ruhig sehen darf, kann, soll, dass sie von Hand gemacht sind. Das dachte sich auch Helene und ging deshalb schon früher als geplant mit ihren "Petits Cadeaux" an die Öffentlichkeit. Es seien Unikate, die sich auf neue Besitzer:innen freuen.

Die Ballettlehrerin lädt ihre neuesten Werke immer bei Instagram hoch. Wem also eines gefällt, der kann sie direkt anschreiben und sein kleines Geschenk abholen oder sich sogar liefern lassen.

Mehr zu "Petit Cadeau" findet ihr hier >>>




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