Tötungsdelikt in Stuttgart-Nord Angehende Pflegerin in Wohnheim getötet

Am Abend nach dem Fund der Toten sichert die Polizei Spuren. Foto: dpa/Jason Tschepljakow

Am Mittwoch findet die Polizei in einem Wohnheim an der Türlenstraße im Stuttgarter Norden eine tote Frau. Die 32-Jährige wurde offenbar Opfer eines Gewaltverbrechens.

Lokales: Christine Bilger (ceb)

Offenbar ist in den zurückliegenden Tagen eine Frau in ihrer Wohnung an der Türlenstraße mit Gewalt getötet worden. Davon geht die Stuttgarter Polizei aus. Wann genau, das können die Ermittelnden noch nicht sagen. Es kommt nach ersten Erkenntnissen ein Zeitraum von mehreren Tagen bis zum Finden der getöteten Frau am späten Mittwochnachmittag in Frage. Als die Polizei von Anwohnenden informiert wurden, dass in der Wohnung der Frau vermutlich etwas nicht stimmt, rückten die Einsatzkräfte an und brachen die Tür auf. Das war gegen 17 Uhr. Sie fanden die Frau, die zu diesem Zeitpunkt wohl schon längere Zeit tot in der Wohnung gelegen haben muss. Die Polizei verrät nur, dass sie 32 Jahre alt war und dort wohnte. Die Spurenlage in der Wohnung habe schnell nahegelegt, dass die Polizei hier am Tatort eines mutmaßlichen Gewaltverbrechens war, sagt die Polizeisprecherin Kara Starke. Eine Obduktion soll am Freitag erfolgen.

 

Die 32-jährige Frau war in einer Ausbildung zur Pflegerin

Das Wohnheim ist eine Einrichtung des Klinikums Stuttgart. Dort, so war zu erfahren, wohnen nur Mitarbeitende des Klinikums, vor allem Pflegekräfte. Das trifft auch auf die 32-Jährige zu. Sie habe eine Ausbildung zur Pflegerin gemacht. Zu allen weiteren Lebensumständen erfährt man nichts.

In der Nachbarschaft hat man von der Aufregung im Wohnheim wenig mitbekommen. Dass die Polizei da gewesen sei, das habe sie bemerkt, sagt eine Frau, die gegen Mittag am Donnerstag auf dem Weg in die Stadt ist. Allerdings bezweifelt sie, dass außerhalb des Wohnheims jemand etwas von der Tat bemerkt haben könnte, wenn selbst die Tür an Tür wohnenden Nachbarinnen und Nachbarn in den relativ kleinen Wohneinheiten erst nach mehreren Tagen gemerkt hätten, dass wohl etwas nicht stimmen kann.

Die Kripo hat eine Sonderkommission mit dem Namen „Tür“ gegründet. Diese bittet unter 07 11 / 89 90 - 57 78 um Hinweise, falls  jemandem  rund  um  das Wohnheim etwas aufgefallen sein sollte.

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