Toiletten-Container Das städtische Wappen auf dem stillen Örtchen

Von Florian Mader 

Für 125 000 Euro hat die Stadt die Toiletten der Aula erneuert und in Container investiert.

Die neuen Container-Toiletten sind nicht zu übersehen. Foto: factum/Granville
Die neuen Container-Toiletten sind nicht zu übersehen. Foto: factum/Granville

Weil der Stadt - Ob Gemeinderatssitzungen vor großem Publikum, Jazz- und andere Konzerte, oder der frühere Bundespräsident Roman Herzog, der hier im November 2008 bei der Kinderuni doziert hat. Wenn es um das große Geschäft in Weil der Stadt geht, dann ist die Aula im Schulzentrum gefragt.

Wenn dann allerdings das kleine ­Geschäft auch noch sein muss, dann war das in der Aula ­bisher ein kleines Problem. Eine Toilette im Gebäude selbst gibt es überhaupt nicht, und die entsprechenden Anlage draußen auf dem Schulhof erinnerte eher an eine nachkriegsmuseale Klosett­-Anlage.

„Der Umbau der in die Jahre gekommenen WC-Anlagen beim Schulzentrum, bei der Aula und am Festplatz war seit Jahren dringend nötig“, gibt die städtische Pressesprecherin Michaela Leven zu. Umso mehr freut sie sich, dass sie jetzt bekannt geben kann: „Weil der Stadt hat endlich eine neue WC-Anlage für das Schulzentrum und die Aula erhalten.“

Schon im Juni 2017 hatte der Technische Ausschuss des Gemeinderats den Beschluss für die Erneuerung gefasst. Jetzt steht die neue Anlage – in Form eines Containers. Rund 125 000 Euro hat die Stadt für den Unterbau, die Containeranlage, sämtliche Installationsarbeiten und die Außenanlagen investiert.

Graffiti von Maximilian Frank

„Auch gebuchte Stadtführungen, die per Bus in die ­Keplerstadt kommen, können künftig in der Jahnstraße beginnen“, sagt Michaela Leven. Die Anlage besteht aus drei Modulen, die mit einer Größe von neun mal sechs Meter für je eine Herren- und Damen-Toilette und ein barrierefreies WC mit Schiebetüre ausreichend Platz ­aufweisen. Die Toiletten sind pro Einheit mit je fünf Kabinen ausgestattet und an ­jedem Modul wurde ein kleines Vordach ­integriert, teilt die Stadt mit.

Auffällig sind die neuen Container-Toiletten auch von außen. Keine Schmierereien sind das, sondern ein Graffiti-Werk des Künstlers und Sozialarbeiters Maximilian Frank. „Im Osterferien-Programm wurde das Örtchen von den Teilnehmern fantasievoll besprüht“, erklärt Leven. Sie bedankt sich daher beim Weil der Städter Kinder- und Jugendbüro, für das Maximilian Frank arbeitet. So kommt es, dass auf den Toiletten des Schulzentrums jetzt das städtische Wappen und das Panorama der Altstadt zu sehen sind.

Die Gäste der Keplerstadt, die Besucher der Aula und die Bus-Touristen wissen also gleich, wo sie hier gelandet sind.




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