Tomorrowland, Wacken und Co. Diese Festivals kann man auch online besuchen

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Das Coronavirus hat dem Festivalsommer einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch die Veranstalter haben sich etwas Besonderes einfallen lassen – und verlegen ihre Venues kurzerhand ins Netz. Das können Fans von den digitalen Musikfestivals erwarten.

Manchmal hilft es auch schon, sich alte Fotos von Festivals gegen den Blues anzusehen. Foto: Unsplash /Krists Luhaers
Manchmal hilft es auch schon, sich alte Fotos von Festivals gegen den Blues anzusehen. Foto: Unsplash /Krists Luhaers

Stuttgart - Schon im März war für viele Festival- und Konzertfans der Sommer gelaufen. So wurden zwischen März und Mai 2020 in Deutschland etwa 80.000 Veranstaltungen abgesagt. Zwar können Theater, Opern, Konzerthäuser und Kinos schrittweise und mit Auflagen ihren Betrieb wieder aufnehmen – für Festivals ohne feste Sitzplätze und nur schwer einhaltbaren Abstandsgeboten und Hygienemaßnahmen ist dies allerdings keine Option. Also ist Umdenken in Zeiten von Corona angesagt:

Wacken

Das berühmte Metal-Open-Air lockt jedes Jahr Zehntausende in die schleswig-holsteinische Gemeinde Wacken – auch in diesem Jahr: Unter dem Motto „Wacken World Wide“ haben die Veranstalter während der Corona-Krise einen anderen Festival-Ansatz gewählt. Fans auf der ganzen Welt können vom 29. Juli bis 1. August die Konzerte online mitverfolgen, Tickets müssen nicht gekauft werden. Unter anderem treten Blind Guardian, Heaven Shall Burn, In Extremo, Kreator und Beyond The Black auf. Der Livestream wird kostenlos auf wacken-world-wide.com zu sehen sein.

Tomorrowland

Auch das Tomorrowland hat sich einen neuen Namen überlegt: „Tomorrowland Around the World – The Digital Festival“ bringt in diesem Jahr mehr als 60 verschiedene Künstler mit 3D-Technologie und Spezialeffekten nach Hause ins Wohnzimmer. Das zweitägige Festival startet am 25. Juli und hält ein herausragendes Line-up parat: Mit dabei sind unter anderem Armin Van Buuren, Katy Perry, Paul Kalkbrenner, Lost Frequentes und Steve Aoki. Tickets kosten zwischen 20 und 200 Euro, das größte Home-Party-Package beinhaltet Konfetti-Kanonen, Speaker, Poster, LED-Becher und vieles mehr.

Festivals per Stream

Wem das nicht gefällt, kann mit Filmen und Dokus gegen die Tristesse eines Sommers ohne Konzerte und Festivals ankämpfen. Zwischen Doku und Konzertfilm ist „Wacken – Der Film“ angesiedelt, der über Amazon Prime gekauft werden kann. Die Dokumentation “Roskilde – The Music. The Party. The Feeling” über das dänische Rockmusikfestival Roskilde umfasst Live-Performances und Interviews. Verfügbar ist das Festival-Porträt via Amazon Prime.

Auch das Tomorrowland kann rückblickend vom heimischen Sofa aus besucht werden. Der Film „This Was Tomorrow: Tomorrowland“ feiert das zehnjährige Jubiläum des angesagten Festivals auf drei Kontinenten. Wer allzu gern in der Vergangenheit schwelgt und sich ins Jahr 1969 zurückwünscht, sollte sich den „Woodstock“ Director’s Cut“ ansehen, der auch über Prime verfügbar ist.




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