Tote Schafe im Kreis Rastatt Experten vermuten Wolf hinter der Attacke

Von red/dpa/lsw 

Ein Schafhalter aus dem Gernsbacher Stadtteil Reichental hatte am Freitag tote Schafe auf seiner Weide entdeckt. Eine Untersuchung soll zeigen, ob ein Wolf die Tiere gerissen hat.

Wölfe könnten hinter dem Angriff auf die Schafherde stecken (Archivbild). Foto: dpa
Wölfe könnten hinter dem Angriff auf die Schafherde stecken (Archivbild). Foto: dpa

Gernsbach - In Gernsbach (Kreis Rastatt) hat vermutlich ein Wolf drei Schafe gerissen. Gewissheit könne aber erst eine genetische Untersuchung bringen, teilte das Umweltministerium am Montag mit. Die Analyse durch das zuständige Senckenberg-Institut werde etwa zwei Wochen dauern.

Den Angaben zufolge hatte ein Schafhalter aus dem Gernsbacher Stadtteil Reichental am Freitag zwei tote Tiere auf seiner Weide entdeckt. Ein drittes Schaf starb später an seinen Verletzungen. Mitarbeiter der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) sicherten sogenannte Rissabstriche und schickten sie zur Untersuchung an das Senckenberg-Institut.

Der jüngste nachgewiesene Wolfsriss im Südwesten mit zwei toten Schafen ereignete sich Ende Juli in Baiersbronn-Huzenbach (Kreis Freudenstadt). Er geht nach FVA-Erkenntnissen auf das Konto des Wolfes GW852m. Dieses Tier könnte auch die Schafe von Gernsbach getötet haben. Ebenso wie Bad Wildbad befindet sich Gernsbach in dem etwa 3700 Quadratkilometer großen Gebiet im Nordschwarzwald, das vom Ministerium zur „Förderkulisse Wolfprävention“ erklärt wurde.