Transformationsprozess Cellcentric macht Hoffnung

So sehen die Pläne für das neue Cellcentric-Werk aus. Foto: Cellcentric/Cellcentric

Endlich beweist die Region, dass sie noch Flächen für den wirtschaftlichen Transformationsprozess zur Verfügung stellen kann.

Entscheider/Institutionen : Kai Holoch (hol)

Das ist nicht nur ein guter Tag für Weilheim. Es ist auch ein außergewöhnlich guter Tag für die Region Stuttgart. Denn tatsächlich ist es Weilheims Bürgermeister Johannes Züfle nach fast zwei Jahren intensiver Verhandlungen nun doch noch gelungen, im neuen Gewerbegebiet Rosenloh auch noch das letzte für die Ansiedlung der Brennstoffzellenfirma Cellcentric notwendige Grundstück zu erwerben. Damit kann endlich das umgesetzt werden, was die Menschen der 10 000-Einwohner-Stadt am Albrand beim Bürgerentscheid im April 2022 mit einer deutlichen Mehrheit beschlossen hatten.

 

Für die Region bedeutet das: Nach etlichen Rückschlägen, knapp gescheiterten Bürgerentscheiden und der vergeblichen Suche nach geeigneten Vorhaltestandorten, gibt es wieder Hoffnung. Cellcentric ist der Beweis dafür, dass es selbst in der dicht besiedelten Region Stuttgart noch möglich ist, Flächen für den unumgänglichen wirtschaftlichen Transformationsprozess zu finden.

Aber auch auf Landesebene sorgt die Entwicklung für Freude. Winfried Kretschmann formuliert es so: „Dass das Leuchtturmvorhaben in Weilheim nun in die nächste Runde gehen kann, werte ich als großen Erfolg für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg.“ Angesichts des aktuellen Erfolgs spielt es auch keine Rolle mehr, dass Kretschmann bereits vor sechs Monaten fälschlicherweise den Durchbruch verkündete.

Jetzt müssen sich zwar noch die Stadt Weilheim und Cellcentric, das Joint Venture von Daimler Truck und Volvo, über die Details einigen. Klar ist schon jetzt, dass auch dabei hart gerungen werden wird. Aber die Prognose sei gewagt: Die wirklich rare Chance, im Großraum Stuttgart wichtige und große Flächen für die Entwicklung von zukunftsfähigen Arbeitsplätze auszuweisen, wird keiner der Beteiligten jetzt noch ernsthaft gefährden wollen.

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