Die großen Gewinner der Emmy-Nacht: „Succession“, „Beef“ und „The Bear“ (von links im Uhrzeigersinn). Foto: HBO,
Wer sind die Gewinner der Emmy Awards 2023? Haben „Beef“, „The Bear“ und „Succession“ wirklich so viele Preise verdient? Und wo kann man die Gewinner (und Verlierer) des wichtigsten TV-Preises der Welt sehen?
Die besten TV-Serien des Jahres 2023 sind „Succession“, „The Bear“ und „Beef“. Sie gewannen bei der Verleihung der Emmys am 15. Januar 2024 die Hauptpreise in den Kategorien Drama, Comedy und Miniserie. Damit siegten bei der 75. Emmy-Gala in Los Angeles die Favoriten. Und weil diese drei Serien auch in den meisten anderen Kategorien die Preise unter sich aufteilten, könnte man den Eindruck bekommen, dass es in der vergangenen Saison nur wenige herausragende Produktionen gab. Doch alles andere ist der Fall.
Drei Serien erhalten fast alle Preise
Natürlich ist es angemessen, dass die Serie „Succession“, die Shakespeares „König Lear“ ins 21. Jahrhundert verlegt und mit kühl-analytischem Blick das Familienimperium des Medienmoguls Logan Roy seziert, in ihrer finalen vierten Staffel als bestes Drama ausgezeichnet wurde. Natürlich hat dieses erschütternd intensives Küchen-Kammerspiel namens „The Bear“, das sich ständig am Rande des Nervenzusammenbruchs befindet, den Hauptpreis als beste Comedyserie verdient – auch wenn die Zuordnung zu dieser Kategorie etwas fragwürdig ist bei einer Serie, die die grotesken Arbeitsbedingungen der Foodworker so unerbittlich direkt in Szene setzt. Und natürlich geht es in Ordnung, dass die bösartige Rache-Farce „Beef“, die genüsslich und virtuos die Eskalationsmechanismen eines Streits inszeniert, den Preis als beste Miniserie gewonnen hat.
Was ist mit „Wednesday“, „The Last of Us“ und „Shrinking“?
Aber dass auch fast alle Preise für die besten Darstellerinnen und Darsteller unter diesen drei Serien verteilt wurden, ist dann doch ein bisschen ungerecht. Bei den Preisen wäre durchaus etwas mehr Variationsbreite angebracht gewesen. Jason Segel („How I met your Mother“) liefert zum Beispiel als Psychotherapeut in der Krise in „Shrinking“ eine fantastische Leistung ab. Natasha Lyonne („Orange is the new Black“) ist als menschlicher Lügendetektor in „Poker Face“ eine Offenbarung. Jenna Ortega im „Adams Family“-Ableger „Wednesday“ ist ebenso umwerfend wie Bella Ramsey und Pedro Pascal in der verstörend-grandiosen Videospiele-Verfilmung „The Last of Us“.