TV-Urgestein übt Kritik an der Gender-Debatte Heiner Bremer: „Minderheiten meinen, allein sie wären im Recht“

Politikjournalist und Fernsehmoderator Heiner Bremer. Foto: dpa/Ulrich Perrey
Politikjournalist und Fernsehmoderator Heiner Bremer. Foto: dpa/Ulrich Perrey

Der Politikjournalist und Fernsehmoderator Heiner Bremer hält den gesellschaftlichen Trend, auf Einzelinteressen zu pochen, für zerstörerisch. Welche Gründe er nennt.

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Hamburg - Der Politikjournalist und Fernsehmoderator Heiner Bremer hält den gesellschaftlichen Trend, auf Einzelinteressen zu pochen, für zerstörerisch. „Es macht die Gesellschaft kaputt, wenn einzelne Gruppen meinen, sie hätten die Wahrheit gepachtet. Und wenn es gleich einen Shitstorm gibt, wenn jemand diese Meinung in Frage stellt“, sagte Bremer („RTL Nachtjournal“) der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. „Diese Entwicklung merke ich zum Beispiel in der Gender-Diskussion, wenn Gegenargumente, etwa zum Sternchen, einfach weggewischt werden“, bemängelt der Journalist, der am Sonntag (11. Juli) 80. Geburtstag hat. Für den Nachrichtensender ntv ist er als politischer Kommentator tätig. 

Das Reklamieren von Deutungshoheit sei fatal, denn Demokratie bedeute am Ende eine offene Debatte, in der dann die Mehrheit entscheide. „Mit Schutzrechten für die Minderheiten“, ergänzt der studierte Jurist, „aber es kann nicht so sein wie jetzt, wo Minderheiten meinen, allein sie wären im Recht.“ Sein Fazit: „Eine liberal-tolerante Grundhaltung halte ich für die beste, wenn man von rechtsstaatlicher Demokratie überzeugt ist.“ 




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