TVB Stuttgart gegen THW Kiel Magischer Abend mit kleinem Schönheitsfehler

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Der TVB Stuttgart schnupperte in der Handball-Bundesliga an der Überraschung. Am Ende siegte jedoch der THW Kiel – unzufrieden waren sie beim Stuttgarter Handball-Bundesligisten dennoch nicht.

Starker Rückhalt: Jogi Bitter vom TVB Stuttgart hielt die Partie gegen den THW Kiel lange offen, am Ende reichten seine Paraden aber nicht für eine Überraschung. Foto: dpa
Starker Rückhalt: Jogi Bitter vom TVB Stuttgart hielt die Partie gegen den THW Kiel lange offen, am Ende reichten seine Paraden aber nicht für eine Überraschung. Foto: dpa

Stuttgart - Das Zauberwort in der Porsche-Arena am Donnerstagabend hieß „magisch“. Zunächst einmal vor allem akustisch, weil die Backnanger Sängerin Madeline Willers quasi als Weltpremiere ihre neue Single unter diesem Titel vorstellte. Die Premiere des TVB – ein Sieg gegen den Rekordmeister THW Kiel – blieb vor den 5760 Zuschauern aber aus.

„Eigentlich war das schon etwas ärgerlich“, sagte Kreisläufer Manuel Späth zu der knappen 27:30(16:16)-Niederlage gegen den Tabellenzweiten, wobei Tobias Schimmelbauer, David Schmidt, Dominik Weiß und Bobby Schagen je fünfmal trafen. Späth: „Wir haben in der Halbzeit fest daran geglaubt, etwas holen zu können.“ Und dann zumindest das „Etappenziel“ (Trainer Jürgen Schweikardt) erreicht, bis zur 45. Minute maximal ein Tor hinten zu liegen, nämlich 21:22. „Aber wenn man gegen Kiel etwas mitnehmen will, muss eben alles passen“, so Schweikardt.

„Herausragendes Ergebnis“

Doch dann fiel Max Häfner nach einem Zusammenprall einige Zeit aus, und zudem vergab der TVB erneut drei Siebenmeter, sonst wäre es noch einmal eng geworden, als Sascha Pfattheicher auf 27:29 (58.) verkürzte. Diese Spannung war nicht zuletzt Torhüter Johannes Bitter zu verdanken, „an dem wir bei 19 Paraden immer wieder gescheitert sind“, wie Kiels Coach Alfred Gislason kopfschüttelnd festhalten musste.

„Für uns war es dennoch ein herausragendes Ergebnis“, sagte Schweikardt, der schließlich noch eine Personalie bekannt zu geben hatte. Der Vertrag mit Lukas von Deschwanden wird vorzeitig zum Saisonende aufgelöst. „Für ihn ist es wichtig, noch mehr Spielanteile zu bekommen, die wir ihm nicht zusichern konnten.“ Zumindest nicht für die nächste Saison. Gegen Kiel kam der Schweizer nach Michael Schweikardts Ausfall (Schulterverletzung) mehr zum Zuge als gewohnt.

Und nächste Saison kommt dann ein noch stärkeres Kaliber auf von Deschwanden zu als Kiel. Bei seinem neuen Verein Chamberry HB in Frankreich geht es gegen das absolute Weltklasseteam von Paris St. Germain.